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Geschichtliches

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin umfasst mit den Altkreisen Neuruppin einerseits sowie Wittstock und Kyritz andererseits zwei alte brandenburgische Landschaften, nämlich die bis 1524 selbständige Herrschaft der Grafen von Arnsberg in Ruppin, die bis 1952 als Kreis fortbestand und die historische Landschaft der Prignitz, die 1815 in zwei bis 1952 existierende Kreise West- und Ostprignitz geteilt wurde. Die historisch gewachsenen Kreise wurden 1952 "zerschlagen". Aus der Ostprignitz wurden die Kreise Kyritz, Pritzwalk und Wittstock gebildet. Der Kreis Ruppin, seitdem Neuruppin, verlor Teile an Kyritz und Gransee. Eine völlige Wiederherstellung der historischen Kreise kam bei der Neugliederung des Landes Brandenburg 1993 nicht zustande. Doch blieben trotz des "Abgangs" der Kreise Pritzwalk und Gransee die wesentlichen Teile der historischen Landschaften im Großkreis Ostprignitz-Ruppin erhalten.

Wappentier der Grafen von Arnsberg als Herren von Ruppin war ein weißer Adler (Aar. "Redendes Symbol"). Dieser wurde nach dem Abfall der Herrschaft an Brandenburg in das kurfürstliche, später königliche Wappen in einen Teilschild des Staatswappens übernommen und schmückte mindestens seit dem 19. Jahrhundert in rotem Feld das offizielle Kreiswappen von Ruppin. Dieses Wappen wurde vom preußischen Staatsministerium am 10. Sept. 1930 bestätigt, ab 1946 wegen des mißverstandenen Adlers aber verleugnet, am 21. Februar 1992 vom Minister des Innern des Landes Brandenburg für den damaligen Kreis Neuruppin jedoch wieder genehmigt.

Der alte Kreis Ostprignitz beantragte erst kurz vor dem 2. Weltkrieg ein eigenes Wappen, das am 31. Mai 1938 vom preußischen Staatsministerium genehmigt wurde. Der ursprüngliche Entwurf des Grafikers Ottfried Neubecker sah neben dem roten brandenburgischen Adler vor, die Symbolik der drei größeren Städte Pritzwalk, Wittstock und Kyritz unterzubringen. Für Kyritz stand die Lilie der mittelalterlichen Stadtherren von Plotho, für Wittstock die Mitra des hier bis zur Reformation residierenden Bischhofs von Havelberg. Die Verwendung der Mitra wurde als kirchliches Symbol von der damaligen nationalsozialistischen Regierung untersagt, so dass sie durch eine zweite Lilie ersetzt wurde.

Das neue Wappen des Landkreises Ostprignitz-Ruppin greift die Thematik der historischen Kreiswappen zum Teil auf und vereint sie zu einer neuen Symbolik und Form, die die Ansprüche der Einmaligkeit erfüllt.

Mit Schreiben vom 02. Mai 1995 des Ministeriums des Innern wurde gemäß § 1 Abs. 4 der Verordnung über kommunale Hoheitszeichen vom 31. Mai 1991 (GVBl. S. 352) der Führung des mit Beschluss 001/6 vom Kreistag bestätigten Wappens des Landkreises Ostprignitz-Ruppin zugestimmt.