Zur Startseite

Volltextsuche

 

Seiteninhalt

Ehrenamt

Die Möglichkeiten ehrenamtlich für Flüchtlinge und Asylsuchende tätig zu werden sind vielfältig. Die wohl effektivste und zugleich einfachste Hilfe ist es, das direkte Gespräch mit den Flüchtlingen zu suchen und zu erfragen wo sie Unterstützung benötigen. Sprechen Sie die Menschen an und und klären Sie unmittelbar was gebraucht oder gewünscht wird und was Sie anbieten wollen. So kommt ihre Hilfe direkt an und keine der beteiligten Personen ist enttäuscht oder gar verärgert. Denn nicht jedes Angebot - wie nett gemeint es auch sein mag - wird benötigt und nicht jede Spende - wie sehr sie auch von Herzen kommt - ist nützlich.

Am einfachsten ist es Sie machen das selbe wie bisher - und bieten geflüchteten Menschen an dabei mitzumachen. Zudem gibt es Portale, die Hilfsangebote von Bürgern und Organisationen koordinieren und bündeln.

Übrigens: Zur Förderung und Unterstützung des gesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge haben die obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder mit dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 22. September 2015 verschiedene Regelungen getroffen: Dies sind insbesondere der vereinfachte Zuwendungsnachweis, der Verzicht auf die Nachweisführung über die Hilfebedürftigkeit der unterstützten Personen und der Verzicht auf die Besteuerungen von gespendetem Arbeitslohn.

Leider als Hinweis nötig: Broschüre der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) »Wachsam sein! Zum Umgang mit rechten und rechtsextremen Einschüchterungsversuchen und Bedrohungen“

Sachleistungen werden gebraucht

Spenden von Möbeln, Fahrrädern, Elektrogeräten, Kleidung

Kleiderkammern betreiben in Neuruppin das Deutsche Rote Kreuz an der Fehrbelliner Straße und die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB). Hier können Kleider, Schuhe, Bettwäsche sowie alle Arten von Textilien für Flüchtlinge gespendet werden. Für die Spende von Möbeln, Hausrat, Geschirr, elektrischen Hausgeräten, Spielzeug und ähnlichem wenden Sie sich bitte an die Gebrauchtartikelbörsen der GAB im Landkreis.

Ehrenamtliche Unterstützung ist wichtig und nötig – deutsche Sprache als Schlüssel zu mehr Integration

Menschen, die daran interessiert sind, Flüchtlingen ehrenamtlich die deutsche Sprache beizubringen können sich Online fit machen: Das Software-Unternehmen SAP und der PARITÄTISCHE Gesamtverband haben zur Vorbereitung ein Online-Seminar entwickelt. Es gibt methodische und didaktische Hinweise, stellt die Arbeit ehrenamtlicher Deutschlehrer und Lehrerinnen vor und spricht sowohl organisatorische wie rechtliche Fragen an. Voraussetzungen zur Teilnahme gibt es nicht, Teilnahmegebühren fallen nicht an. Einzige Voraussetzung ist ein Computer mit Internet-Anschluss. Weiterführende Informationen sowie eine Übersicht über die einzelnen Kapitel und deren Kursinhalte unter open.sap.com/deutsch-ehrenamtlich. Einen Teaser-Clip zum Seminar gibt es auf YouTube

Vielleicht sind Sie aber eher praktisch veranlagt und wissen: Der beste Unterricht ist das Leben! Statt Klassenzimmer lieber gemeinsam Einkaufen gehen, auf Ämter begleiten oder sich auf der Parkbank sonnend über alles Mögliche zu unterhalten hilft oft mehr als die pädagogisch wertvollste Klassenzimmerstunde.

Immer gesucht sind auch Menschen mit Fremdsprachenkenntnissen, die als Sprachmittlerin Übersetzungshilfe leisten können. BAMF-Schulungen für ehrenamtliche Sprachbegleiter*innen bieten das nötige Wissen. Nützliches Hintergrundwissen bietet die BAMF-Studie “Schnell und erfolgreich Deutsch lernen – wie geht das? Erkenntnisse zu den Determinanten des Zweitspracherwerbs unter besonderer Berücksichtigung von Geflüchteten“. Empfehlenswert für DaF- und DaZ-Lehrende ist der kostenfreie Newsletter “Sprache ist Integration“.

Die Flüchtlingshilfe München hat zum Deutschlernen Hefte in 15 Sprachen, 11 davon zum kostenfreien Download, veröffentlicht; teilweise auch als eingesprochenes Video, MP3 und Vokabelliste.

Das kostenlose Buch “Willkommen in Brandenburg. Ein Land stellt sich vor“ von der Landeszentrale für politische Bildung ist in einfacher Sprache verfasst und soll den Dialog zwischen alten und neuen Brandenburgern und Brandenburgerinnen fördern.

Die Broschüre "Abgelehnt! Warum flüchten Menschen?« ist gemacht für Schulen, Lehrkräfte u.a. Multiplikator/inn/en, die mit Kindern von 9 - 11 Jahren arbeiten; die Themen Flucht, Asyl, das Leben in Gemeinschaftsunterkünften, das Asylbewerberleistungsgesetz, etc. werden aufgegriffen. Informationen und Bestellmöglichkeit: Institut für angewandte Kulturforschung e.V.

Sport verbindet

Jede Art von Sportunterricht und körperlicher Bewegung ist willkommen. Wenn Sie Trainer oder Trainerin sind, Erfahrung in der Anleitung von Sport- oder Spielgruppen haben, informieren Sie sich beim Kreissportbund OPR bzw. bei Vereinen in Ihrer Nähe wie Sie sich bei bereits laufenden Hilfsangeboten einbringen oder wie Sie gemeinsam ein sinnvolles Angebot für Flüchtlinge organisieren können.

Musik & Kunst: Sprachen ohne Worte

Falls Sie ein Instrument entbehren können, die Musikschule freut sich über Spenden von Instrumenten.

Die Kinder- und Jugendkunstakademie Gutshof Ganzer e.V. freut sich über weitere aktive Ehrenamtliche, die Spaß daran haben mit Kindern und Jugendlichen über das Medium Kunst (Malerei und Grafik) zusammenzufinden.

Essen international

Im Café Nadi von ESTAruppin e.V. trifft man sich jeden Mittwoch ab 16 Uhr zum gemeinsamen Kochen, dort kann man sich sozusagen auf der Bauchebene näher kennenlernen.

Die Brandenburger Tafeln helfen bei der Verteilung aller benötigten Lebensmittel sowohl Einheimischen als auch für Flüchtlingen. Auch hier können Sie sich einbringen und neue Nachbarn kennenlernen.

Ausflüge, Begleitung

Am Wochenende in den Zoo, ins Museum oder ins Schwimmbad, unter der Woche ins Rathaus, zum Elternabend oder zur Apotheke: Begleiten Sie eine Familie oder kleine Gruppe von Migranten auf ihren alltäglichen Wegen bei Bedarf. Sie müssen das nicht allein machen: Gründen Sie eine Patenschaftsgruppe und teilen Sie sich die Aufgaben ein wie Sie es zeitlich einrichten können.

Pate/Patin werden

Der Verein ESTAruppin e.V. schult ehrenamtliche Paten und Patinnen für die Begleitung von jungen Eltern - auch interkulturell. Das Projekt “Jobbrücke für Geflüchtete" vom Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V. vermittelt Patenschaften für arbeitsuchende Geflüchtete.

Informationsflyer in sieben Sprachen für geflüchtete Menschen, die bisweilen Schwierigkeiten haben zwischen der Unterstützung von freiwillig Engagierten und den Tätigkeiten von Hauptamtlichen in der Flüchtlingsarbeit zu unterscheiden.

    Der Leitfaden zu Patenschaften der Stiftung Bildung gibt wertvolle Hinweise.

      Hintergrundwissen und weiterführende Informationen

      Ich mach das mal online ...

      Das Flüchtlings-Hilfe-Portal HelpTo ist eine Internet-Plattform, die Flüchtlinge, Initiativen, engagierte Bürgerinnen und Bürger, Organisationen, Unternehmen und Kommunen zusammenbringt. Dabei kann es sich um Sachspenden, ehrenamtliche Hilfe oder um Angebote aus den Bereichen Arbeit sowie Wohnungsvermittlung handeln. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist offizieller Unterstützer von HelpTo. Initiator ist der eingetragene Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt. Das gemeinnützige Projekt HelpTo soll dazu beitragen, dass die Hilfe auf direktem Wege schnell und unkompliziert bei den Menschen ankommt. HelpTo kann man per Online-Einkäufen über Charity-Portale wie Boost, WeCanHelp oder Smile ebenso unterstützen.

      ESTAruppin e.V. kann man ebenfalls mit Online-Einkäufen in mehr als 1500 Shops unkompliziert und ohne Mehrkosten über die Internetplattform http://www.gooding.de unterstützen.

      Auf der Online-Plattform GoVolunteer können Interessierte mit wenigen Mausklicks nach Projekten suchen, die noch Unterstützung brauchen. Auch hilfreich, um sich Anregungen für neue Angebote vor Ort zu holen.

      Kreative Plattform für Integration: „Ich mache X, wenn jemand mit Y hilft“ ist bunt und verbindlich.

      Fördermöglichkeiten