Zur Startseite

Volltextsuche

 

Seiteninhalt

20.12.2017

Jahresrückblick 2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die letzten Tage des Jahres 2017 sind angebrochen, Grund genug auf das zurückzublicken, was in diesem Jahr im und für den Landkreis erreicht werden konnte.

Nach vielen Jahren angespannter Finanzen wurde für 2018 der zweite Haushalt ohne neue Kreditaufnahmen verabschiedet. Die Kreisumlage der Städte und Gemeinden wurde weiter auf 44 % gesenkt. Der Erhalt der Eigenständigkeit des Landkreises und solides Wirtschaften ermöglichen uns gemeinsam zu gestalten, statt zu "verwalten". Viele Zukunftsprojekte können weiter angegangen werden.

Wir entwickeln uns gut. In diesem Jahr hat sich die landkreisübergreifende Initiative "A24 Brandenburgs Spitze" in Nordwestbrandenburg gegründet. Gemeinsam wollen wir die Standorte an der Lebensader zwischen den Metropolen Berlin und Hamburg noch besser vermarkten und weiter an der positiven Entwicklung unserer Region arbeiten. Bereits im Jahr 2017 beabsichtigten viele Firmen Erweiterungen oder Neubauten in unserer Heimat. Die Gesamtsumme der mit Fördermitteln der Investitionsbank des Landes Brandenburg beauftragten Investitionen beträgt beeindruckende 40 Mio. Euro. Dies ist weitaus mehr als in den Vorjahren. So sollen über 350 Arbeitsplätze gesichert werden und 143 können sogar neu entstehen.

Wichtige Voraussetzung ist eine gute und funktionierende Infrastruktur. Der Landkreis hat in diesem Jahr insgesamt rund 4,3 Mio. Euro in verbesserte Straßen investiert. Insbesondere wurde der grundhafte Ausbau von Ortslagen wie Giesenhorst und Maulbeerwalde sowie die neuen Straßendecken in Lüchfeld, Krangen und Rehfeld realisiert. Radfahrer können sich über den erneuerten Radweg von Werder nach Dabergotz freuen.

Mit über 18 Mio. Euro werden wir den dringend benötigten Breitbandausbau vorantreiben. Dies wird dazu führen, dass 97 % der Haushalte unseres Landkreises mit schnellem Internet versorgt und unsere Schulen mit höchster Geschwindigkeit (über 1 GBit/s) an das weltweite Datennetz angeschlossen werden. Den flächendeckenden Mobilfunkausbau müssen wir aber weiter lautstark einfordern. Denn dieser ist nicht nur für eine positive Entwicklung unserer heimischen Wirtschaft gut, sondern auch für Tourismus, Freizeit und den ganz normalen Alltag unserer Einwohner und Gäste dringend erforderlich. Selbst für eine erfolgreiche Umsetzung unseres Modellversuches zum autonomen Fahren ist eine bessere Mobilfunkversorgung unabdingbar.

In den Kommunen Neuruppin, Rheinsberg, Neustadt (Dosse), Kyritz und Wittstock/Dosse wird es im Ergebnis des Modellvorhabens "Mobil.Dasein.OPR" im nächsten Jahr kleinere Folgeprojekte geben. Dies sind u.a. abschließbare Fahrradboxen an unseren Bahnhöfen mit und ohne E-Ladestationen sowie Lastendreiräder als Transportmittel z.B. in Wittstock/Dosse.

Gemeinsam wollen wir uns auch beim Land weiter für eine bessere Bahnverbindung in unsere Städte und Gemeinden einsetzen. Im Rahmen der Unterschriftenaktion "Mehr Bahn für Nordwestbrandenburg" konnten wir bereits mehr als 3.200 Unterschriften sammeln. Hier möchten wir Sie bitten, weiter zu machen und nicht nachzulassen - mindestens bis zu den Landtagsberatungen Anfang März 2018. Eine bessere Verkehrsanbindung in die Metropole Berlin ist vor allem für unsere Pendler notwendig. Dies hat die unterstützende Resolution des Kreistages nochmal eindringlich hervorgehoben. Zusammen werden wir hier nicht locker lassen. Die Vergangenheit hat gelehrt: Hartnäckigkeit zahlt sich aus.

Nur so konnte unsere "Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane" erfolgreich etabliert werden. Fast 300 junge Menschen studieren bereits an der kommunalen Universität. So soll es auch weitergehen. Über eine zukünftige Unterstützung befinden wir uns mit dem Land in einem regen Austausch, damit die Ärzte da ausgebildet werden, wo sie auch dringend benötigt werden: in unseren ländlichen Regionen Brandenburgs.

Im letzten Kreistag vor einer Woche haben wir den neuen Jugendförderplan verabschiedet. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden werden wir dafür sorgen, dass 2018 im Landkreis 58 Sozialarbeiter für unsere Jugend aktiv sein können.

Auch im nächsten Jahr wollen wir Ostprignitz-Ruppin weiter voranbringen und weiterhin mit allen und für alle gut zusammenarbeiten. Viele Herausforderungen warten noch auf uns.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und schöne Tage im Kreise Ihrer Familie oder Ihrer Freunde. Kommen Sie gut ins nächste Jahr, das sicherlich für uns alle wieder Neues und Spannendes bereithalten wird.

 

Ralf Reinhardt Manfred Richter
Landrat Vorsitzender des Kreistages