Das war der OPR-Blaulichttag 2026
Rettungskräfte demonstrieren ihre Angebote und Leistungsfähigkeiten
Langeweile war ein Fremdwort beim diesjährigen Blaulichttag in Manker in der Gemeinde Fehrbellin, denn auf fast jedem Quadratmeter der großen Festwiesen am Rande des Dorfes gab es für die Besucher:innen einiges zu entdecken. Kurzum: Ein Erlebnistag für Jung und Alt. Unter dem Motto “Hand in Hand für Sicherheit“ zeigte die große und eng miteinander verbundene Blaulichtfamilie, was sie für die Menschen in unserer Region leistet und wie umfangreich ihr Aufgaben- und Angebotsspektrum ist. Von den Einsätzen der Feuerwehren und Rettungsdienste bis hin zum Service der Fahrradcodierung der Polizei – alles war dabei beim Blaulichttag 2026.
Neben zahlreichen Einsatzvorführungen und Mitmachangeboten für die ganze Familie wurde natürlich auch an das leibliche Wohl gedacht – an erster Stelle stand dabei der Klassiker eines solchen Erlebnistages, die Erbsensuppe mit Bockwurst. Bevor diese aber genossen werden durfte, richtete sich das größte Augenmerk zunächst auf den Leistungsnachweis für die Freiwilligen Feuerwehren im Bereich der technischen Hilfe, der vom Kreisfeuerwehrverband OPR organisiert wurde und spannende Einblicke in die Fähigkeiten der ehrenamtlich engagierten Feuerwehrleute bereithielt. Eine Blaulicht-Demonstration, die jede Menge Können und viel Anstrengung von allen Beteiligten abforderte.
Landrat Ralf Reinhardt, der gemeinsam mit Fehrbellins Bürgermeister Mathias Perschall als Gastgeber und weiteren Amtsdirektoren und Bürgemeistern aus den OPR-Kommunen sowie Mitgliedern des Kreistages und der Feuerwehrverbände an der offiziellen Eröffnung des Blaulichttages am Vormittag teilgenommen hatte, beobachtete danach im Rahmen eines gemeinsamen Rundgangs nicht nur die zahlreichen Übungen der Freiwilligen Feuerwehren aus ganz Ostprignitz-Ruppin, sondern konnte sich auch ein Bild vom Gesamtangebot dieses abwechslungsreichen Tages machen.
Eine besondere Anziehungskraft hatten unter anderem die unterschiedlichen Fahrzeuge der Bundeswehr, die vor allem von den Jüngsten auf den Festwiesen belagert wurden. Gleiches galt auch für die präsentierte Ausrüstung des Technischen Hilfswerkes (THW) sowie die spannenden Vorführungen der Rettungshundestaffel mit ihren Vierbeinern.
Aber damit nicht genug: Der Übungskletterturm der Feuerwehren war ebenso eine gut frequentierte Anlaufstelle für die vielen Besucher:innen, wie der Infostand der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes. Dort konnte man beispielsweise Einsatz von Unterwasserdrohnen verfolgen. Obwohl diese wie Spielzeug aussehen, handelt es sich um echte High-Tech-Geräte, die die Einsatzkräfte primär bei der schnellen Personensuche, der Bergung von Gegenständen sowie bei Erkundungsfahrten in gefährlichen Tiefen unterstützen.
Große Spannung versprach auch der Stand des Kampfmittelräumdienstes. Hier wurde geborgene und entschärfte Munition ausgestellt, teils noch aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Noch immer liegen vielerorts im Erdreich Munitionsreste, so vor allem in den gesperrten Gebieten der Kyritz-Ruppiner Heide. Das ehemalige "Bombodrom" diente früher den sowjetischen Truppen als Übungsgelände für Bombenabwürfe. Entsprechend viel zu tun gibt es auch weiterhin für den Kampfmittelräumdienst, der über seine Arbeit ausführlich berichtete.
Ein Dankeschön gab es für die Agrar Manker GmbH für die uneigennützige Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr, nicht nur bei diesem Blaulichttag. Als Anerkennung überreichte der Landesfeuerwehrverband Brandenburg der Agrar Manker GmbH eine vom Innenminister des Landes unterzeichnete Dankesurkunde sowie die Plakette "Partner der Feuerwehr", die sicherlich einen würdigen Platz in Manker finden wird – auch als Erinnerung an diesen besonderen Tag im Juni 2026.
Die Vorfreude auf den nächsten OPR-Blaulichttag wurde jedenfalls mit dieser gelungenen Veranstaltung in Manker um ein Vielfaches gesteigert. Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Blaulichttages beigetragen haben!