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Asyl und Migration

Daten, Zahlen, Fakten


Im Jahr 2020 lebten 4406 ausländische Personen in Ostprignitz-Ruppin, die aus rund 113 verschiedenen Staaten kommen. Damit liegt der sogenannte Ausländeranteil im Landkreis bei 4,4 Prozent; bundesweit beträgt er etwa 12,5 Prozent.

Als ausländische Personen werden alle Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft gezählt sowie Einheimische, deren Eltern aus dem Ausland kommen. Das sind neben den Personen im beziehungsweis aus dem Asylverfahren auch EU-Bürger:innen, staatenlose Personen sowie alle Menschen aus Drittstaaten, die sich zeitweise (beispielsweise als Saisonarbeitende, für ein Studium oder als AuPair) hier aufhalten. Nach Alter aufgeschlüsselt waren die ausländischen Bewohner:innen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zu 33 Prozent höchstens 25 Jahre alt, 21 Prozent waren noch minderjährig (jünger als 18 Jahre). Zum klassischen Erwerbsalter von 26 bis 65 Jahren gehören 64 Prozent der ausländischen Bewohner:innen in Ostprignitz-Ruppin, nur drei Prozent von ihnen sind älter als 65 Jahre. 

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin lebten 2020 rund 1500 Personen, die Leistungen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten, das heißt einen Antrag auf Asyl bei dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt haben. Die Unterbringung dieser Menschen erfolgt sowohl in Gemeinschaftsunterkünften als auch vor allem in Wohnungen; die Kapazitäten werden flexibel den aktuellen Entwicklungen angepasst. 2020 wurden dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin 95 Personen, die zur Asylantragstellung in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind, zugewiesen. Dies ist ein deutlicher Rückgang zum historischen Höchststand von 1428 Personen im Jahr 2015, obwohl die weltweiten Fluchtbewegungen ansteigen.

Das Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) veröffentlicht regelmäßig die Daten und Grafiken für Brandenburg (Externer Link) über Menschen mit Migrationshintergrund, ausländische Bevölkerung, Flüchtlinge und Asylsuchende. Das Statistische Bundesamt (Destatis) visualisiert regelmäßig die Daten in Deutschland auf Kreisebene als interaktive Karte (Externer Link) und bietet einen Überblick über die regionale Verteilung von Ausländer:innen sowie Schutzsuchenden. Aktuelle Zahlen und Fakten über Flüchtlinge in Deutschland bietet auch der Mediendienst Integration (Externer Link). Die "Internationale Organisation für Migration" (IOM) bietet verlässliche Daten zu Flucht, Asyl und Migration (Externer Link) als globales Phänomen und Informationen.

Engagement in Ostprignitz-Ruppin


Obwohl der Anteil ausländischer Mitbürger:innen in Ostprignitz-Ruppin deutlich niedriger als im Bundesschnitt ist, leben doch über 4400 Menschen aus über 110 Ländern im Landkreis. Viele kamen nicht freiwillig hierher: Längst haben die Auswirkungen von weltweiten Kriegen und Zerstörungen den Brandenburger Nordwesten erreicht. Zwischenzeitlich lebten rund 1700 Menschen in Ostprignitz-Ruppin, die als Flüchtlinge hier ankamen. Vielfalt respektieren ist ein Schlüssel gegen Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit, ein Schlüssel für Kennenlernen und Verständnis.

Deshalb ist Engagement gefragt, denn nur eine erfolgreiche Willkommenskultur im Landkreis kann dazu beitragen, die demografische Entwicklung abzufedern und damit die Region auch in Zukunft weiter ein attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum bleibt. Allerdings: Heimat entsteht nur da, wo man sich wohlfühlt. Deshalb ist Integration nötig. Die Möglichkeiten ehrenamtlich für Flüchtlinge und Asylsuchende tätig zu werden sind in Ostprignitz-Ruppin vielfältig: Von ersten alltäglichen Hinweisen nach der Ankunft über Sprachunterricht und Freizeitspaß bis hin zur Hilfe bei der Suche nach einer Ausbildung, Arbeit oder Wohnung wird Unterstützung gebraucht und geschätzt.

Zur Integration beitragen sollen auch die die Interkulturellen Wochen, die jedes Jahr stattfinden. So sollen Begegnungen zwischen Menschen gefördert und dazu beigetragen werden, dass aus Unbekannten geschätzte Nachbar:innen und Freund:innen werden.

Interkulturelle Woche

Die Interkulturelle Woche 2021 fand vom 11. September bis 3. Oktober statt. Das diesjährige Motto lautetet "#offen geht". Der Tag des Flüchtlings wurde dabei am 1. Oktober 2021 begangen. Kirchengemeinden, Kommunen, Verbände, Organisationen, Initiativen, Schulen, Firmen, Vereine, soziale Träger, Bildungsstätten waren eingeladen, sich zu beteiligen.

Ziel der jährlichen bundesweiten Interkulturellen Woche ist das Zusammenleben in Vielfalt auf der Basis der Grund- und Menschenrechte sowie eine selbstbewusste Zivilgesellschaft zu stärken. Ob Lesung oder Sportveranstaltung, ob gemeinsames Kochen oder religiöser Austausch, ob Kunstausstellung oder Trommelworkshop: Die Interkulturelle Woche ist ein hilfreicher Anlass die Willkommenskultur im Landkreis mit Leben zu füllen und weiter voranzubringen.


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