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Agrarförderung (Blüh- und Ackerrandstreifen)

Leistungsbeschreibung

Auf Grundlage der Richtlinie zur Förderung naturbetonter Strukturelemente im Ackerbau gewährt das Land Brandenburg zur Integration der Belange des Umweltschutzes in die landwirtschaftliche Produktion Zuwendungen für landwirtschaftliche Unternehmen.

Ziel der Förderung ist die Bereitstellung von naturbetonten Strukturelementen in der Feldflur. Zu diesen Strukturelementen zählen ein- und mehrjährige Blühstreifen sowie Ackerrandstreifen innerhalb der dafür ausgewiesenen Kulisse.

Die finanziellen Zuwendungen werden entsprechend der Größe der angelegten ein- und mehrjährigen Blühstreifen sowie Ackerrandstreifen gewährt. Antragsberechtigt sind landwirtschaftliche Betriebe, unabhängig ihrer Rechtsform, die ihre betriebseigenen Flächen selbst bewirtschaften. Für die Antragsbearbeitung von im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ansässigen landwirtschaftlichen Unternehmen ist das Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft des Landkreises zuständig.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Sie bewirtschaften ein landwirtschaftliches Unternehmen. Die Rechtsform des Unternehmens ist für die Antragstellung unerheblich.

  • Sie verfügen über mehr als einen Hektar landwirtschaftliche Fläche (Ackerland oder Dauergrünland) im Land Brandenburg oder Berlin.

  • Sie bewirtschaften die Flächen ganzjährig selbst.

  • Sie verfügen über eine Betriebsnummer und eine PIN.

  • Die Blüh- bzw. Ackerstreifen weisen eine Mindestgröße von 0,3 Hektar auf. Sie sind mindestens 10 Meter bis maximal 50 Meter breit. Die Blüh- bzw. Ackerstreifen müssen innerhalb der dafür ausgewiesenen Kulisse liegen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online unter www.agrarantrag-bb.de („profil Inet WebClient“). Sie benötigen für die Antragstellung Ihre Betriebsnummer (BNR-ZD) und eine persönliche Identifikationsnummer (PIN).

Achtung: Damit wir Ihren Antrag bzw. Ihre Anträge bearbeiten können, müssen noch folgende Unterlagen schriftlich beim Sachgebiet Landwirtschaft einreichen:

  • Datenbegleitschein(e) zu dem/den Einreichvorgang/-vorgängen (aus WebClient ausdrucken)
  • ggf. Handelsregisterauszug (max. 3 Monate alt) bzw. Vertretungsvollmacht
  • ggf. Kopie des aktuellen GbR-Vertrags
  • Nachweis über das verwendete Saatgut
  • schlagbezogene Aufzeichnungen

Die Antragsstellung ist an den Antrag zur Förderung Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) gekoppelt. Die KULAP-Antragstellung (Neu-, Erweiterungs-, Übernahme- und Änderungsanträge) erfolgt ab 01.11. bis zum 31.12. (Ausschlussfrist). Die Auszahlung der Maßnahmen wird im Rahmen des Agrarförderantrags zum 15.05. beantragt. Der Bindungszeitraum für die eingegangene Verpflichtung beträgt 5 Jahre.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Was sollte ich noch wissen?

Alle Antragsflächen sind in ihrer konkreten Form und Lage innerhalb von Feldblöcken einzuzeichnen und mit den entsprechenden Fördervermerken zu versehen (Digitales FeldblockkatasterGIS InVeKoS). Generell sind die Zahlungen an die Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen, das heißt, an vorgegebene Standards im Bereich Umwelt, Gesundheit und Tierschutz (Cross-Compliance) geknüpft.

Für die Anlage der ein- oder mehrjährigen Blühstreifen müssen standortangepasste Saatgutmischungen (vorgeschriebene Blühmischungen) verwendet werden. Die einjährigen Blühstreifen können jährlich auf wechselnden Ackerflächen angebaut werden. Ackerrandstreifen entstehen dadurch, dass an einem oder mehreren Feldrändern eines Schlages nach der Aussaat bis zur Ernte keine weiteren Bearbeitungs- oder Pflegemaßnahmen erfolgen. Ackerrandstreifen können jährlich auf wechselnden Ackerflächen angelegt werden.

Rechtsgrundlagen

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