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Auf Initiative des Landkreises Ostprignitz-Ruppin war im vergangenen Jahr die rund 12.000 Hektar umfassende Kyritz-Ruppiner Heide, das ehemalige „Bombodrom“, in den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land einbezogen und darüber hinaus eine Kooperationsvereinbarung zwischen Land und Landkreis geschlossen worden. Gemeinsames Ziel der Vereinbarung ist die Förderung und Entwicklung eines nachhaltigen Naturtourismus auf einer der größten zusammenhängenden Heideflächen Deutschlands. Landesumweltminister Axel Vogel und Landrat Ralf Reinhardt würdigten nun dieses Gemeinschaftsprojekt beim traditionellen Anwandern in der Kyritz-Ruppiner Heide, das die letzten beiden Jahre aber wegen Corona nicht stattfinden konnte. Dabei wurden auch die neuen Naturparkschilder am Rande der Heide aufgestellt, die die erweiterte Grenze in Brandenburgs jüngster Nationaler Naturlandschaft nun sichtbar kennzeichnen. Die Schilder zeigen eine schwarze Eule auf gelbem Grund.

Elf Naturparke, drei Biosphärenreservate und der Nationalpark Unteres Odertal bilden das System der 15 Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs. Der 2001 gegründete Naturpark Stechlin-Ruppiner Land ist dabei das jüngste Großschutzgebiet. Zusammen mit dem Verbindungsraum zwischen der Heide und der bisherigen Naturparkgrenze sowie der Granseer Platte, hat sich das Naturparkgebiet um etwa 26 Prozent auf 86.000 Hektar vergrößert.

Umweltminister Vogel betont das Engagement aller Akteure und speziell des Landkreises: „Mit dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung haben wir in Brandenburg betreten. Ich freue mich sehr darüber, dass der Landkreis Ostprignitz-Ruppin eine neue Stelle geschaffen hat, die sich der nachhaltigen touristischen Weiterentwicklung widmet und somit die Naturparkziele nachhaltig unterstützt.“

Auch Landrat Ralf Reinhardt freut sich darüber, dass die Vereinbarung schon zu konkreten Ergebnissen geführt hat: „So konnte die Stelle für nachhaltige Regionalentwicklung geschaffen und mit Herrn Wolff erfolgreich besetzt werden, aber auch wichtige Projekte wie der virtuelle 360-Grad-Heideturm-Rundgang oder die Überarbeitung der Beschilderung für Wanderinnen und Wanderer konnten auf den Weg gebracht werden. Mein Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere der Naturparkverwaltung für ihren Einsatz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Kyritz-Ruppiner Heide.“

Am Fuße des Heideturms brachten der Umweltminister und der Landrat außerdem ein neues Hinweisschild mit einem QR-Code an. Mit dem Code soll es beispielsweise auch körperlich beeinträchtigten Menschen möglich sein, ohne Aufstieg per Smartphone den Turm virtuell zu erklimmen, um auf diese Weise den grandiosen Heide-Rundblick genießen zu können. Und weitere Projekte sind bereits in der Planung bzw. warten auf ihre Durchführung: Neben neuen Wanderwegen, die im Südteil der Heide entstehen sollen, wird aktuell im Auftrag der Kommunalen Arbeitsgruppe (KAG) Kyritz-Ruppiner Heide in Zusammenarbeit mit dem Natur- und Sternenpark Westhavelland geprüft, ob die Heide als eine der dunkelsten Flächen Deutschlands als Sternenpark ausgewiesen werden kann. Speziell für die Kyritz-Ruppiner Heide vom Naturpark ausgebildete Natur- und Landschaftsführer bieten schon jetzt Sternenführungen an. Darüber hinaus ist die dritte Auflage des Temnitzer Heidelaufs am 3. September 2022 in Vorbereitung. Bei dieser bundesweit einmaligen Natursportveranstaltung wird zum ersten Mal auch ein Lauf über die klassische Marathondistanz (42,195 km) angeboten.

Das Naturparkschild markiert die neue Grenze des erweiterten Naturparks Stechlin-Ruppliner Land bei Pfalzheim am Rande der Kyritz-Ruppiner Heide. Umweltminister Axel Vogel und Landrat Ralf Reinhardt (v. r.) legen letzte Hand an. © Landkreis OPR
Das Naturparkschild markiert die neue Grenze des erweiterten Naturparks Stechlin-Ruppliner Land bei Pfalzheim am Rande der Kyritz-Ruppiner Heide. Umweltminister Axel Vogel und Landrat Ralf Reinhardt (v. r.) legen letzte Hand an. © Landkreis OPR
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