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Informationen für Reisende

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Auslandsreisen und zur Rückkehr aus ausländischen Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten.  Bundesweit einheitlich werden die Bestimmungen durch die am 12. Mai 2021 beschlossene Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) geregelt.

Die Verordnung beinhaltet eine generelle Testnachweispflicht für Einreisende im Luftverkehr. Diese Personen müssen grundsätzlich – unabhängig davon, ob sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben – vor dem Abflug dem Beförderer ein negatives Testergebnis vorlegen. Daneben sind bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland nach einem Aufenthalt in einem ausländischen Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet spezielle Test- und Nachweispflichten und eine Quarantänepflicht zu beachten. Bei Einreise aus sogenannten Virusvariantengebieten gilt – vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen – ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug direkt aus diesen Ländern.

Nachweise über eine vollständige Corona-Schutzimpfung oder eine Genesung nach einer Covid-19-Erkrankung können einen negativen Testnachweis ersetzen und von der Einreisequarantäne befreien. Dies gilt aber nicht bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet.


Anmeldepflicht

Die Anmeldepflicht ist in§ 3 der Corona-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) geregelt.

  • Bereits bevor sie in Deutschland einreisen, müssen Reisende eine digitale Einreiseanmeldung durchführen, wenn sie sich innerhalb der zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Auf der Homepage www.einreiseanmeldung.de geben die Reiserückkehrer die Informationen zu ihren Aufenthaltsorten der letzten zehn Tage an. Nach vollständiger Angabe aller notwendigen Informationen erhalten die Reisenden eine PDF-Datei als Bestätigung. Der Beförderer wird in der Regel vor der Beförderung kontrollieren, ob eine Bestätigung vorgewiesen werden kann. Eine Beförderung kann anderenfalls nicht erfolgen.
  • Sollte dem Reisenden aufgrund fehlender technischer Ausstattung oder aufgrund einer technischen Störung eine digitale Einreiseanmeldung nicht möglich sein, muss stattdessen eine Ersatzmitteilung in Papierform ausgefüllt werden. Dieser sind auch die Hinweise zu entnehmen, wo die Ersatzmitteilung abgegeben werden muss (z.B. auf Anforderung beim Beförderer oder bei der Bundespolizei). Wenn keine Anforderung zur Abgabe der Ersatzmitteilung erfolgt, sind Reisende verpflichtet, entweder die digitale Einreiseanmeldung nach Einreise nachzuholen oder die ausgefüllte Ersatzmitteilung per Post an folgende Adresse zu übermitteln: Deutsche Post E-POST Solutions GmbH, 69990 Mannheim

Absonderungspflicht

Die Pflicht zur Absonderung wird in § 4 der Corona-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) geregelt.

Mit dem vierten Bevölkerungsschutzgesetz vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) wurde die Bundesregierung in § 36 Absatz 8 Satz 1 Nummer 1 des Infektionsschutzgesetzes ermächtigt, für Personen, die in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen oder eingereist sind und bei denen die Möglichkeit besteht, dass sie einem erhöhten Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ausgesetzt waren, eine Absonderungspflicht zu regeln. Von dieser Möglichkeit, die Einreisequarantäne nun bundeseinheitlich zu regeln, wurde mit der neuen Coronavirus-Einreiseverordnung Gebrauch gemacht.

  • Wenn Reisende sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sie sich grundsätzlich direkt nach Ankunft nach Hause - oder in eine sonstige Beherbergung am Zielort - begeben und zehn Tage lang absondern (häusliche Quarantäne). Bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet beträgt die Absonderungszeit vierzehn Tage.
  • Während der Quarantäne ist es nicht erlaubt, das Haus oder die Wohnung zu verlassen und Besuch zu empfangen. Diese Maßnahme dient dem Schutz der Familie, der Nachbarn und aller anderen Menschen im Umfeld der Reiserückkehrer. Verstöße gegen die Quarantäneregeln können mit Bußgeldern geahndet werden!
  • Die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn ein Nachweis über eine Genesung, ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder ein negativer Testnachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik unter www.einreiseanmeldung.de übermittelt wird. Nach Voraufenthalt in Hochinzidenzgebieten kann eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen werden. Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nicht möglich.
  • Die Quarantänepflicht gilt vorerst bis zum 30. Juni 2021.

Nachweispflicht

Die Nachweispflicht wird in§ 5 der Corona-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) geregelt.

Nach Aufenthalt in einem Risikogebiet müssen Reiserückkehrer außerdem bis spätestens 48 Stunden nach Einreise nachweisen können, dass Sie nicht mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind. Die zuständige Behörde (in der Regel das Gesundheitsamt) kann die Vorlage eines Nachweises von den Reiserückkehrern bis zu zehn Tagen nach Einreise verlangen. Nachweise sind entweder ein Testergebnis oder ein ärztliches Zeugnis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Unter der Telefonnummer 116 117 oder im Internet unter www.116117.de können sich Reisende informieren, wo sie in Wohnortnähe einen Test machen können. Wer sich beim Hausarzt testen lassen möchte, sollte unbedingt vorher dort anrufen.

  • Reisende im Luftverkehr oder nach Voraufenthalt in einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet müssen sich schon vor der Abreise testen lassen und müssen ein negatives Testergebnis dem Beförderer, beispielsweise der Fluggesellschaft, vorlegen. Auch bei der Einreisekontrolle in Deutschland durch die Bundespolizei kann der Nachweis verlangt werden.
  • Informationen zu anerkannten Tests sind auf der Internetseite des Robert Koch-Institutes zu finden.

Informationen zu Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten

Ein Risikogebiet ist ein Gebiet außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für das vom Bundesministerium für Gesundheit im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit einer bestimmten bedrohlichen übertragbaren Krankheit, zum Beispiel einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, festgestellt wurde. Das Robert Koch-Institut veröffentlicht eine fortlaufend aktualisierte Liste der Risikogebiete im Internet unter der Adresse www.rki.de/risikogebiete.

Hochinzidenzgebiete sind Risikogebiete mit besonderen Merkmalen. Dies können Gebiete mit besonders hohen Fallzahlen sein, zum Beispiel in Höhe des Mehrfachen der mittleren Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohnern in Deutschland, Indiz ist regelmäßig eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 oder eine – aufgrund der qualitativen Bewertung, wie zum Beispiel einer geringen Testrate bei gleichzeitig hoher Positivitätsrate – anzunehmende Inzidenz in entsprechender Höhe.

Virusvariantengebiete sind Risikogebiete mit besonderen Merkmalen. Dies können Gebiete sein, in denen eine Virusvariante (Mutation) des Coronavirus SARS-CoV-2 verbreitet aufgetreten ist, die nicht zugleich in Deutschland verbreitet auftritt und von der anzunehmen ist, dass von ihr ein besonderes Risiko ausgeht. Solche besonderen Risiken können sich unter anderem daraus ergeben, dass die Virusvariante vermutlich oder nachweislich leichter übertragen wird, aufgrund einer anderen Eigenschaft die Infektionsausbreitung beschleunigt, die Krankheitsschwere verstärkt oder gegen die die Wirkung einer durch Impfung oder überstandene Covid-19-Infektion erreichte Immunität abgeschwächt ist.

Welche Gebiete aktuell als einfaches Risikogebiet, Hochinzidenz- und Virusvariantengebiet eingestuft sind, kann der Liste auf folgender Internetseite entnommen werden, die regelmäßig aktualisiert wird: www.rki.de/risikogebiete.


Weitere Informationen und Kontakt Gesundheitsamt

Weitere Informationen zur digitalen Einreiseanmeldung, zur Nachweispflicht und zur Einreisequarantäne beantwortet das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Internetseite.

Ausnahmen von der Anmelde- und Absonderungspflicht sind in § 6 der Corona-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) geregelt.

Es ist möglich, dass Menschen trotz eines negativen Testergebnisses innerhalb der Inkubationszeit des Coronavirus SARS-CoV-2 noch an Covid-19 erkranken. Reiserückkehrer sollten daher bis zu zehn Tage nach Einreise weiterhin beobachten, ob sie Symptome entwickeln. Für Menschen, die im Gesundheitswesen oder in einer Gemeinschaftseinrichtung tätig sind, gelten unter Umständen Sonderbedingungen, die im Einzelfall mit dem zuständigen Gesundheitsamt geklärt werden müssen.

Zu möglichen Fragen steht das Gesundheitsamt unter der Corona Info-Hotline 03391/6885376 zur Verfügung.

Gesundheitsamt Ostprignitz-Ruppin
Dezernat Gesundheit und Soziales
Neustädter Straße 14
16816 Neuruppin

(Mit Material des Robert-Koch-Instituts: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html)