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Daten und Fakten

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin leben 2018 wieder deutlich weniger Personen, die Leistungen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten, d.h. einen Antrag auf Asyl bei dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt haben. Die Unterbringung erfolgt sowohl in Gemeinschaftsunterkünften als auch in Wohnungen, die Kapazitäten werden den aktuellen Entwicklungen angepasst. Gleichzeitig steigt der Anteil aller ausländischen Personen zwar kontinuierlich an, verharrt aber im Bundesdurchschnitt auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) visualisiert regelmäßig die Daten als interaktive Karte und bietet einen Überblick über die regionale Verteilung von Ausländerinnen und Ausländern sowie Schutzsuchenden in Deutschland auf Kreisebene. Zur Erwerbstätigkeit ausländischer Mitbürger/innen hat es die Ergebnisse des Ausländerzentralregisters für 2017 veröffentlicht; über die Suchworte „Brandenburg“ und „Ostprignitz-Ruppin“ finden sich die Daten für unsere Region. Daten und Grafiken für Brandenburg über Menschen mit Migrationshintergrund, ausländische Bevölkerung, Flüchtlinge und Asylsuchende veröffentlicht das MASGF. Aktuelle Zahlen und Fakten über Flüchtlinge in Deutschland vom Mediendienst Integration. Die "Internationale Organisation für Migration" (IOM) bietet verlässliche Daten zu Flucht, Asyl und Migration als globale Statistiken und Informationen. Die „Weltkarte der Fluchtursachen“ von Ska Keller (MdEP) veranschaulicht, warum Menschen wegen Krieg, Klimawandel, Menschenrechte, Ungleichheit und Armut fliehen müssen.

Asylsuchende im Landkreis Ostprignitz-Ruppin

In 2018 wurden dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin 131 Personen, die zur Asylantragstellung in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind, zugewiesen. Dies war ein deutlicher Rückgang zum historischen Höchststand von 1428 Personen im Jahr 2015. Für 2019 gibt es bislang keine Prognose.

Personen im Asylverfahren 2000-2018
Kerstin Brendler 
© Landkreis Ostprignitz-Ruppin 

 

Entwicklung alle ausländischen Personen der Jahre 2011 bis 2018

Im Jahr 2018 lebten 4075 ausländische Personen in Ostprignitz-Ruppin; dies entspricht einem sog. Ausländeranteil von knapp 4%, bundesweit lag der durchschnittliche Anteil (2016) bei 11,2%. Als ausländische Personen werden alle Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft gezählt sowie Einheimische mit Eltern aus dem Ausland. Das sind neben den Personen im bzw. aus dem Asylverfahren auch EU-Bürger und -Bürgerinnen, staatenlose Personen sowie alle Menschen aus Drittstaaten, die sich zeitweise (z.B. als Saisonarbeitende, für ein Studium oder als AuPair) hier aufhalten.

Personen ohne dt. Staatsangehörigkeit 2011-2018
Kerstin Brendler 
© Landkreis Ostprignitz-Ruppin 

Ausländische Personen 2018

2018 lebten Personen aus ca. 113 Staaten in Ostprignitz-Ruppin. Nach Alter aufgeschlüsselt waren die ausländischen Bewohner und Bewohnerinnen in OPR zu 35% höchstens 25 Jahre alt, 23% sogar noch minderjährig (jünger als 18 Jahre). Im klassischen Erwerbsalter von 26 bis 65 Jahren waren 63%; nur 2% sind älter als 65 Jahre.

Alter ausländische Personen 2018
© Landkreis Ostprignitz-Ruppin 

 

Herkunft ausländische Personen 2018
Kerstin Brendler 
© Landkreis Ostprignitz-Ruppin 

 

 

Weiterführende Verweise

Weitere Zahlen und Statistiken rund um das Thema Asyl aus Bundessicht finden Sie auf den Seiten des BAMF.

Daten zu Wanderungsbewegungen sind als Infografiken auf Tagesschau.de veröffentlicht.

Eine Vergleichsmöglichkeit der Unterbringung nach Postleitzahl bietet Zeit online.

5 wichtige Fakten zu Deutschlands Flüchtlingen in grafisch ansprechender Aufbereitung, Stand 2015

Mediendienst Integration und Informations-Plattform rund um das Thema Migration und Flucht

Weltflüchtlingsbericht der UN-Flüchtlingshilfe UNHCR: 2017 waren 2,9 Millionen mehr Menschen als im Vorjahr gegen ihren Willen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen; die Zahl der registrierten Flüchtlinge steigt auf 68,5 Millionen Menschen

OECD-Migrationsbericht "Migration Outlook 2018"

Policy-Paper "Die Zukunft der Flüchtlingspolitik? Chancen und Grenzen von Resettlement im globalen, europäischen und nationalen Rahmen“