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Ehrenamt und Integration

Ehrenamt

*** Telefonische Sprachmittlung per „Telefonjoker« für Ehrenamtliche: Montag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr unter 01806-565370-1 (arabisch) und 01806-565370-2 (persisch); Kosten: 0,20 €/Min. aus dem deutschen Festnetz und max. 0,60 €/Min. aus dem deutschen Mobilfunknetz  + eine Zusammenstellung von kommerziellen und geförderten kostenfreien Übersetzungsdiensten***

Die Möglichkeiten ehrenamtlich für Flüchtlinge und Asylsuchende tätig zu werden sind vielfältig. Die wohl effektivste und zugleich einfachste Hilfe ist es, das direkte Gespräch mit den Flüchtlingen zu suchen und zu erfragen wo sie Unterstützung benötigen. Sprechen Sie die Menschen an und und klären Sie unmittelbar was gebraucht oder gewünscht wird und was Sie anbieten wollen. So kommt ihre Hilfe direkt an und keine der beteiligten Personen ist enttäuscht oder gar verärgert. Denn nicht jedes Angebot - wie nett gemeint es auch sein mag - wird benötigt und nicht jede Spende - wie sehr sie auch von Herzen kommt - ist nützlich.

Am einfachsten ist es Sie machen das selbe wie bisher - und bieten geflüchteten Menschen an dabei mitzumachen. Zudem gibt es Portale, die Hilfsangebote von Bürgern und Organisationen koordinieren und bündeln. Wenn das Verhältnis enger wird bitte „Datenschutz in der Migrationsberatung“ beachten.

Der Leitfaden für Vereine und gemeinnützige Organisationen „Wie Interkulturelle Öffnung gelingt der ZiviZ gGmbH gibt wertvolle Anregungen. „Gelingende Wertebildung im Kontext von Migration“ ist eine Handreichung für die Bildungspraxis, herausgegeben vom Zentrum für Globale Fragen. Die Broschüre „Gemeinsam gestalten. Erfahrungen und Empfehlungen aus der Arbeit mit Geflüchteten“ bietet Anregungen.

Das Handbuch des DRK für Ehrenamtliche zur Unterstützung von Geflüchteten bei der Arbeitssuche.

Empfehlungen für eine nachhaltige Gestaltung ehrenamtlichen Engagements für Geflüchtete und die Broschüre "Freiwilliges Engagement mit Geflüchteten als Beitrag zur Integration in Kommunen“ geben wertvolle Hinweise.

Zur Förderung und Unterstützung des gesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge haben die obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder mit dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 22. September 2015 verschiedene Regelungen getroffen: Dies sind insbesondere der vereinfachte Zuwendungsnachweis, der Verzicht auf die Nachweisführung über die Hilfebedürftigkeit der unterstützten Personen und der Verzicht auf die Besteuerungen von gespendetem Arbeitslohn. Eine Studie zur Situation des Ehrenamtes in der Flüchtlingshilfe, erstellt im Auftrag der Landesintegrationsbeauftragten durch den Urania Landesverband Brandenburg e.V., erläutert Zusammenhänge. Die Broschüre »So wirkt Engagement: Ehrenamtsförderung in der Geflüchtetenarbeit“, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration macht Mut.

Die Publikation vom Dachverband der ehrenamtlichen und studentischen Rechtsberatungsinitiativen im Flüchtlingsrecht: "Zur Beratungssituation im Asylverfahren – Ein Skript für die ehrenamtliche und studentische Rechtsberatung von Geflüchteten" erfordert fortgeschrittene Kenntnisse.

Leider als Hinweis nötig: Broschüre der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) »Wachsam sein! Zum Umgang mit rechten und rechtsextremen Einschüchterungsversuchen und Bedrohungen“. Handreichung „Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung“ der Wohlfahrtsverbände zum Umgang mit Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus sowie die Arbeitshilfe „Wir holen uns unser Land und unser Volk zurück“ - Empfehlungen zum Umgang mit rechtspopulistischen Parteien in Parlamenten und Kommunen.

Sachleistungen werden gebraucht

Spenden von Möbeln, Fahrrädern, Elektrogeräten, Kleidung

Kleiderkammern betreiben in Neuruppin das Deutsche Rote Kreuz an der Fehrbelliner Straße und die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB). Hier können Kleider, Schuhe, Bettwäsche sowie alle Arten von Textilien für Flüchtlinge gespendet werden. Für die Spende von Möbeln, Hausrat, Geschirr, elektrischen Hausgeräten, Spielzeug und ähnlichem wenden Sie sich bitte an die Gebrauchtartikelbörsen der GAB im Landkreis.

Ehrenamtlicher Sprachunterricht

Das Erlernen der deutschen Sprache ist der Schlüssel zu allen weiteren Schritten der Integration. Menschen, die daran interessiert sind, Flüchtlingen ehrenamtlich die deutsche Sprache beizubringen können sich Online fit machen: Das Software-Unternehmen SAP und der PARITÄTISCHE Gesamtverband haben zur Vorbereitung ein Online-Seminar entwickelt. Es gibt methodische und didaktische Hinweise, stellt die Arbeit ehrenamtlicher Deutschlehrer und Lehrerinnen vor und spricht sowohl organisatorische wie rechtliche Fragen an. Voraussetzungen zur Teilnahme gibt es nicht, Teilnahmegebühren fallen nicht an. Einzige Voraussetzung ist ein Computer mit Internet-Anschluss. Weiterführende Informationen sowie eine Übersicht über die einzelnen Kapitel und deren Kursinhalte unter open.sap.com/deutsch-ehrenamtlich. Einen Teaser-Clip zum Seminar gibt es auf YouTube

Vielleicht sind Sie aber eher praktisch veranlagt und wissen: Der beste Unterricht ist das Leben! Statt Klassenzimmer lieber gemeinsam Einkaufen gehen, auf Ämter begleiten oder sich auf der Parkbank sonnend über alles Mögliche zu unterhalten hilft oft mehr als die pädagogisch wertvollste Klassenzimmerstunde.

Immer gesucht sind auch Menschen mit Fremdsprachenkenntnissen, die als Sprachmittlerin Übersetzungshilfe leisten können. BAMF-Schulungen für ehrenamtliche Sprachbegleiter*innen bieten das nötige Wissen. Nützliches Hintergrundwissen bietet die BAMF-Studie “Schnell und erfolgreich Deutsch lernen – wie geht das? Erkenntnisse zu den Determinanten des Zweitspracherwerbs unter besonderer Berücksichtigung von Geflüchteten“. Empfehlenswert für DaF- und DaZ-Lehrende ist der kostenfreie Newsletter “Sprache ist Integration“. Die Plattform "lernox" stellt haupt- und ehrenamtlichen Deutschlehrkräften kostenfrei Materialien zur Verfügung. Das kostenlose Arbeitsheft «Zusammen leben in Deutschland- jetzt verstehe ich das" gibt es für Schülerinnen und Schüler von UNHCR und Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Die Flüchtlingshilfe München hat zum Deutschlernen Hefte in 15 Sprachen, 11 davon zum kostenfreien Download, veröffentlicht; teilweise auch als eingesprochenes Video, MP3 und Vokabelliste. Unterstützung von Ehrenamtlichen bietet das Video-Tutorial »Deutsch für Geflüchtete“.

Das kostenlose Buch “Willkommen in Brandenburg. Ein Land stellt sich vor“ von der Landeszentrale für politische Bildung ist in einfacher Sprache verfasst und soll den Dialog zwischen alten und neuen Brandenburgern und Brandenburgerinnen fördern. Ein kostenloses Arbeitsheft «Zusammen leben in Deutschland - jetzt verstehe ich das" für Schülerinnen und Schüler von UNHCR und Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Die Broschüre "Abgelehnt! Warum flüchten Menschen?« ist gemacht für Schulen, Lehrkräfte u.a. Multiplikator/inn/en, die mit Kindern von 9 - 11 Jahren arbeiten; die Themen Flucht, Asyl, das Leben in Gemeinschaftsunterkünften, das Asylbewerberleistungsgesetz, etc. werden aufgegriffen. Informationen und Bestellmöglichkeit: Institut für angewandte Kulturforschung e.V.

Sport, Musik & Kunst: Sprachen ohne Worte in der Freizeit

Jede Art von Sportunterricht und körperlicher Bewegung ist willkommen. Wenn Sie Trainer oder Trainerin sind, Erfahrung in der Anleitung von Sport- oder Spielgruppen haben, informieren Sie sich beim Kreissportbund OPR bzw. bei Vereinen in Ihrer Nähe wie Sie sich bei bereits laufenden Hilfsangeboten einbringen oder wie Sie gemeinsam ein sinnvolles Angebot für Flüchtlinge organisieren können. Das Trainingshandbuch von „Willkommen im Fußball“ bietet Unterstützung bei der Gestaltung von Fußballtrainingseinheiten mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen.

Falls Sie ein Instrument entbehren können, die Musikschule freut sich über Spenden von Instrumenten. Viele Tipps auch auf dem Informations- und Austauschportal des Deutschen Musikrats rund um die Themen "Musik und Integration“. Wertvolle Tipps auch auf dem Informationsportal „Musik und Integration“ vom Deutschen Musikra.

    Die Kinder- und Jugendkunstakademie Gutshof Ganzer e.V. freut sich über weitere aktive Ehrenamtliche, die Spaß daran haben mit Kindern und Jugendlichen über das Medium Kunst (Malerei und Grafik) zusammenzufinden.

    Das Integrationsspiel “Leben in Deutschland -spielend integrieren" ist ein Gesellschaftsspiel, das Grundkenntnisse über Deutschland zu unterschiedlichsten Themen vermittelt (Demokratie, Geografie, Kunst, Kultur, Umgangsformen, etc...); Deutsch/Arabisch (weitere Sprachen geplant)

    ANU bietet Materialien, Praxisbeispiele und Veranstaltungen für die Integration geflüchteter Menschen durch Umweltbildung.

    Essen international

    Im Café Nadi von ESTAruppin e.V. trifft man sich jeden Mittwoch ab 16 Uhr zum gemeinsamen Kochen, dort kann man sich sozusagen auf der Bauchebene näher kennenlernen.

    Die Brandenburger Tafeln helfen bei der Verteilung aller benötigten Lebensmittel sowohl Einheimischen als auch für Flüchtlingen. Auch hier können Sie sich einbringen und neue Nachbarn kennenlernen.

    Pate/Patin werden

    Am Wochenende in den Zoo, ins Museum oder ins Schwimmbad, unter der Woche ins Rathaus, zum Elternabend oder zur Apotheke: Begleiten Sie eine Familie oder kleine Gruppe von Migranten auf ihren alltäglichen Wegen bei Bedarf. Sie müssen das nicht allein machen: Gründen Sie eine Patenschaftsgruppe und teilen Sie sich die Aufgaben ein wie Sie es zeitlich einrichten können.

    Der Verein ESTAruppin e.V. schult ehrenamtliche Paten und Patinnen für die Begleitung von jungen Eltern - auch interkulturell für die Begleitung Geflüchteter. Das Projekt “Jobbrücke für Geflüchtete" vom Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V. vermittelt Patenschaften für arbeitsuchende Geflüchtete.

    Informationsflyer in sieben Sprachen für geflüchtete Menschen, die bisweilen Schwierigkeiten haben zwischen der Unterstützung von freiwillig Engagierten und den Tätigkeiten von Hauptamtlichen in der Flüchtlingsarbeit zu unterscheiden.

    Der Leitfaden zu Patenschaften der Stiftung Bildung gibt wertvolle Hinweise sowie die Arbeitshilfe zu Patenschaften mit geflüchteten Menschen für Patinnen und Paten sowie Begleitpersonen herausgegeben vom Paritätischen Gesamtverband. Das Mentoringprogramm „Wegweiser: Mentor_innen für Flüchtlinge“ ist ein Projekt von Inssan e.V., das aktiv die Flüchtlingsarbeit von Ehrenamtlichen gestaltet. Die Materialiensammlung: „Hilfen für junge Volljährige – Perspektiven schaffen“ vom Flüchtlingsrat Niedersachsen bietet eine gute Übersicht. Weitere praktische Infos für Flüchtlinge und Unterstützer/innen zu den am häufigsten angefragten Themen von Pro Asyl.

    Das IQ Landesnetzwerk Bayern hat die Broschüre »Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten - Informationen für Ehrenamtliche“ herausgebracht.

    Die Dokumentationsvorlage für aufsuchende Gesundheitsfachberufe „Schweigepflichtentbindung« in acht Sprachen gibt rechtliche Sicherheit.

    Hintergrundwissen und weiterführende Informationen

    Ich mach das mal online ...

    Das Flüchtlings-Hilfe-Portal HelpTo ist eine Internet-Plattform, die Flüchtlinge, Initiativen, engagierte Bürgerinnen und Bürger, Organisationen, Unternehmen und Kommunen zusammenbringt. Dabei kann es sich um Sachspenden, ehrenamtliche Hilfe oder um Angebote aus den Bereichen Arbeit sowie Wohnungsvermittlung handeln. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist offizieller Unterstützer von HelpTo. Initiator ist der eingetragene Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt. Das gemeinnützige Projekt HelpTo soll dazu beitragen, dass die Hilfe auf direktem Wege schnell und unkompliziert bei den Menschen ankommt. HelpTo kann man per Online-Einkäufen über Charity-Portale wie Boost, WeCanHelp oder Smile ebenso unterstützen.

    ESTAruppin e.V. kann man ebenfalls mit Online-Einkäufen in mehr als 1500 Shops unkompliziert und ohne Mehrkosten über die Internetplattform http://www.gooding.de unterstützen.

    Auf der Online-Plattform GoVolunteer können Interessierte mit wenigen Mausklicks nach Projekten suchen, die noch Unterstützung brauchen. Auch hilfreich, um sich Anregungen für neue Angebote vor Ort zu holen.

    Kreative Plattform für Integration: „Ich mache X, wenn jemand mit Y hilft“ ist bunt und verbindlich.

    Fördermöglichkeiten