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Reisen und Risikogebiete

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Auslandreisen und zur Rückkehr aus Risikogebiten.

Rückkehr aus Risikogebiet

Pflicht zur Isolierung

Personen, die auf dem Land-, See- oder Luftweg aus dem Ausland in das Land Brandenburg einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind gemäß § 1 Absatz 1 der Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 in Brandenburg (SARS-CoV-2-Quarantäneverordnung - SARS-CoV-2-QuarV)
vom 4. November 2020 verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Haupt- oder Nebenwohnung oder in eine andere, eine Absonderung ermöglichende Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern; dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Land der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Diesen Personen ist es in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Haushalt angehören.Menschen, die aus einem Risikogebiet in das Land Brandenburg einreisen (dazu zählen auch im Land Brandenburg wohnhafte Reiserückkehrer), müssen unverzüglich Kontakt mit der zuständigen Behörde aufnehmen und sich häuslich isolieren. Die Pflicht zur häuslichen Isolierung besteht, wenn der Aufenthalt in dem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage vor der Einreise stattgefunden hat. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange der Aufenthalt gedauert hat. In Ostprignitz-Ruppin ist die zuständige Behörde das Gesundheitsamt des Landkreises. Grundlage der Regelung über die Pflicht zur häuslichen Isolierung ist § 1 Abs. 1 der SARS-CoV-2-Quarantäneverordnug.

Die Personen sind gemäß § 1 Abs. 3 SARS-CoV-2-Quarantäneverordnung - SARS-CoV-2-QuarVverpflichtet, unverzüglich nach der Einreise das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf das Vorliegen der Verpflichtung hinzuweisen. Die Verpflichtung ist zu erfüllen:


1. durch eine digitale Einreiseanmeldung unter https://www.einreiseanmeldung.de, indem die Daten nach Abschnitt I Nummer 1 Satz 1 der Anordnungen betreffend den Reiseverkehr nach Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag vom 29. September 2020 (BAnz AT 29.09.2020 B2) in der jeweils geltenden Fassung vollständig übermittelt werden und die erhaltene Bestätigung der erfolgreichen digitalen Einreiseanmeldung bei der Einreise mit sich geführt und auf Aufforderung dem Beförderer, im Fall von Abschnitt I Nummer 1 Satz 5 dieser Anordnungen der mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörde, vorgelegt wird oder

2. soweit in Ausnahmefällen eine Meldung nach Nummer 1 nicht möglich ist, durch die Abgabe einer Ersatzanmeldung nach dem Muster der Anlage 2 der Anordnungen betreffend den Reiseverkehr nach Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag (Aussteigekarte) in Schriftform an den Beförderer, im Falle von Abschnitt I Nummer 1 Satz 5 dieser Anordnungen an die mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragte Behörde, oder

3. soweit in Ausnahmefällen eine Meldung nach den Nummern 1 und 2 nicht möglich ist, durch die unverzügliche Übermittlung einer Aussteigekarte in Schrift- oder Textform an das zuständige Gesundheitsamt.

Ausnahmen von der Absonderung sind in § 2 der Sars-CoV-Quarantäneverordnung möglich.Hierfür müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein.

 

Test

Die Absonderungsdauer nach § 1 Absatz 1 Satz 1 der Quarantäneverordnung kann verkürzt werden und endet frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise, wenn eine Person über ein negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit SARS-CoV-2-Virus auf Papier oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfügt und sie dieses unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise dem zuständigen Gesundheitsamt vorlegt. Die zu Grunde liegende Testung muss mindestens fünf Tage nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden sein und die Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen (https://www.rki.de/covid-19-tests). Das Testergebnis ist für mindestens zehn Tage nach der Einreise aufzubewahren.

Personen mit verkürzter Absonderungsdauer haben zur Durchführung eines Tests eine Ärztin oder einen Arzt oder ein Testzentrum aufzusuchen, wenn innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise Symptome auftreten, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts hinweisen (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html).

Die Absonderung nach § 1 Absatz 1 Satz 1 der Quarantäneverordnung wird für die Dauer, die zur Durchführung eines Tests nach Absatz 1 oder Absatz 4 erforderlich ist, ausgesetzt.

Die Tests müssen selbst bezahlt werden.

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Infos über Risikogebiete

Eine Übersicht über aktuell als Risikogebiet ausgewiesene Staaten und Regionen findet sich auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Einstufung als Risikogebiet basiert auf einer zweistufigen Bewertung. Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten und Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird dann anhand festgelegter Kriterien überprüft, ob für einzelne Staaten /Regionen, die unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen liegen, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt.

Weitere Informationen

Es ist möglich, dass Menschen trotz negativem Testergebnis innerhalb der Inkubationszeit des Coronavirus noch an COVID-19 erkranken. Reiserückkehrer sollten daher bis 10 Tage nach Einreise weiterhin beobachten, ob sie Symptome entwickeln. Für Menschen, die im Gesundheitswesen oder in einer Gemeinschaftseinrichtung tätig sind, gelten unter Umständen Sonderbedingungen, die im Einzelfall mit dem zuständigen Gesundheitsamt geklärt werden müssen.

Zu möglichen Fragen steht das Gesundheitsamt unter der Corona Info-Hotline 03391 / 688-5376 zur Verfügung.

Kontakt Gesundheitsamt

Gesundheitsamt Ostprignitz-Ruppin
Dezernat Gesundheit und Soziales
Neustädter Straße 14
16816 Neuruppin

(Mit Material des Robert-Koch-Instituts: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html)