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Information zu der Teststrategie des Bundes bzgl. PoC-Antigen-Test in vollstationären, teilstationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen hospizlicher
Versorgung sowie für Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI - Zustimmung durch die Gesundheitsämter

Aufgrund der zurzeit gültigen Verordnung zur Corona-Virus-Testung vom 14. Oktober 20 müssen nach § 6 Abs. 3 TestV die oben genannten Einrichtungen und die Angebotsträger zur Unterstützung im Alltag bei dem jeweils zuständigen Gesundheitsämtern einen Antrag sowie ein Konzept zum Einsatz von Schnelltest einreichen. Um hierbei die betreffenden Einrichtungen zu unterstützen, ist es notwendig, das durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) erstellte Antrags- und Konzeptformular zu nutzen. Auf dieser Grundlage und nach Genehmigung durch das Gesundheitsamt erwerben die Einrichtungen und Dienste die Möglichkeit, in eigener Verantwortung die Tests durchzuführen und die Sachkosten (Test-Kits) im Bereich der Eingliederungshilfe mit der Kassenärztliche Vereinigung und im Bereich der Pflege § 150 SGB XI mit den Pflegekassen abzurechnen.

Besonders hervorzuheben ist, dass die Organisation zur Einweisung in die Anwendung des als Medizinprodukt geltenden PoC-Antigen-Test im Zuständigkeitsbereich des Leistungsanbieters liegt.Aufgrund der knappen Personal-Ressourcen findet im Gesundheitsamt keine Schulung des Personals von Einrichtungen zur Anwendung und Auswertung von PoC-Antigen-Tests statt.

Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung - TestV) vom 14. Oktober 2020

Information zu der Teststrategie des Bundes bzgl. PoC-Antigen-Tests in vollstationären, teilstationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen hospizlicher Versorgung sowie für Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI -- Zustimmung durch die Gesundheitsämter

Meldeformular - Meldepflichtige Krankheit gemäß §6 IfSG

Antragsformular Testung

Checkliste zum Antrag

Informationen zur Teststrategie allgemein

Zurzeit gibt es in Deutschland eine sehr dynamische Infektionslage, bei den aktuell weiterhin stark ansteigenden Infektionszahlen gilt es sich auf die zwingend notwendigen PCR-Untersuchungen auf das SARS-CoV-Virus zu beschränken, um einer Überlastung der Labore entgegen zu wirken.

Deshalb wird gemäß der nationalen Teststrategie auf Proben eindeutig symptomatischer Patient*innen sowie auf Abklärung bei zunehmenden Ausbruchssituationen und Kontaktpersonen der Kategorie 1 priorisiert. Vor diesen Hintergrund wurde seitens der Medizinlabore dazu aufgerufen bereits bei Indikationsstellung zum Abstrich für die Covid-19-PCR die notwendige Priorisierung auf eindeutig symptomatische Patient*innen und Kontaktpersonen Kategorie 1 vorzunehmen.
Auch das RKI rät zu einem sorgsamen Umgang mit den vorhandenen Testressourcen von Material und Laborkapazitäten für die Durchführung von PCR-Tests.

Bei sogenannten Verdachtsfällen: Symptome und Kontakt der Kategorie 1 mit einem bestätigten COVID-19-Fall sind beispielsweise die Voraussetzungen für eine Testung erfüllt, allerdings werden bei größeren „Clustern“, z.B. Schulklassen, nicht alle Kontaktpersonen 1. Grades getestet, weil das Ergebnis keinen Einfluss auf die Dauer der Quarantäne hat. Die häusliche Isolierung wird für 14 Tage (Quarantäne) nach dem letzten Kontakt mit einem SARS-CoV-2 positiv getesteten infektiösen Fall angeordnet. Entwickelt die Kontaktperson innerhalb von 14 Tagen eine Symptomatik vereinbar mit COVID-19, so gilt sie als krankheitsverdächtig und eine weitere diagnostische Abklärung muss erfolgen.

Während der häuslichen Isolierung muss im Haushalt nach Möglichkeit die zeitliche und räumliche Trennung der Kontaktperson von anderen Haushaltsmitgliedern erfolgen. Eine „zeitliche Trennung“ kann z.B. dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Eine räumliche Trennung kann z.B. dadurch erfolgen, dass sich die Kontaktperson in einem anderen Raum als die anderen Haushaltsmitglieder aufhält.

Häufiges Händewaschen, Einhaltung der Nies- und Hustenregeln ist ebenfalls notwendig.

War der Kontakt in relativ beengter Raumsituation oder gab es eine schwer zu überblickenden Kontaktsituation, kann eine Quarantäneanordnung für alle Personen unabhängig von der individuellen Risikoermittlung sinnvoll sein (z.B. Schulklassen oder Gruppenveranstaltungen).

In Familien mit einem positiv getesteten Familienmitglied ergibt sich für die Kontaktpersonen eine maximale Quarantäne von 14 Tagen nach dem Testergebnis, vorausgesetzt, dass keine weiteren Personen symptomatisch werden.

Folgender Ablauf wird vom RKI hierzu empfohlen:

  • Sofortige Kontaktaufnahme der Person mit dem Gesundheitsamt zur weiteren diagnostischen Abklärung und Besprechung des weiteren Vorgehens.
  • Isolation nach Maßgabe des Gesundheitsamtes. Dies kann eine häusliche Absonderung während der weiteren diagnostischen Abklärung unter Einhaltung infektionshygienischer Maßnahmen oder bei entsprechender Symptomatik eine stationäre Behandlung im Krankenhaus umfassen.
  • In Absprache mit Gesundheitsamt ärztliche Konsultation, inklusive Diagnostik mittels einer geeigneten Atemwegsprobe gemäß den Empfehlungen des RKI zur Labordiagnostik (www.rki.de/covid-19-diagnostik) und ggf. Therapie.

Das Testen asymptomatischer Kontaktpersonen ist eine Einzelfallentscheidung nach Maßgabe des zuständigen Gesundheitsamts, diese erfolgt nach Risikoabwägung. Ein negatives Testergebnis hebt das Gesundheitsmonitoring nicht auf und ersetzt nicht die angeordnete Quarantänemaßnahme.

Sonderregelungen gibt es ggf. für medizinisches Personal und Pflegeberufe. Bei Reiserückkehrern ist eine häusliche Isolierung von mindestens 10 Tagen nach Rückkehr Pflicht, nach 5 Tagen kann die Quarantäne durch eine Negativtestung (nur Selbstzahler!) aufgehoben werden.

Quelle: RKI und Schreiben LDAR