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26.03.2020

MHB und Landkreis begrüßen Unterstützung durch das Land

Die Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und Grünen haben sich für den Nachtragshaushalt des Landes Brandenburg auf einen Änderungsantrag zur Förderung der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) in Höhe von 6,6 Millionen Euro verständigt und diesen in den Haushalts- und Finanzausschuss eingebracht. Das Plenum tagt abschließend am 01.04.2020.

Dazu nachfolgend Reaktionen der MHB und des Landkreises in einer gemeinsamen Pressemitteilung:

„Das sind tolle Nachrichten, nicht nur für die MHB, sondern auch für das Land und die hier lebenden Menschen. Schließlich wurde die MHB vor rund fünf Jahren mit dem Ziel gegründet, die medizinische Versorgung für die Menschen in der Region zu sichern und zu verbessern. Mit den jetzt in Aussicht gestellten Mitteln werden wir unsere Forschungsaktivitäten weiter ausbauen“, freut sich Prof. Edmund Neugebauer, Präsident der MHB. „Der Erfolg hat bekanntlich ja immer viele Mütter und Väter. In diesem Fall ist es tatsächlich so. Aus diesem Grund möchten wir uns heute auch bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern in Politik, Gesellschaft und Gesundheit bedanken, die sich seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft für eine angemessene finanzielle Förderung der MHB einsetzen. Heute ist für uns alle ein historischer Tag“, freut sich Neugebauer.

Zuvor hatten sich bereits alle Fraktionen des Kreistages und der Landkreis Ostprignitz-Ruppin in einem gemeinsamen Schreiben an Ministerpräsident Dr. Woidke ausdrücklich zu einer Förderung der Medizinischen Hochschule Brandenburg bekannt und gefordert, „die bereits zugesagte Unterstützung der Forschungsaktivität der Medizinischen Hochschule Brandenburg umgehend zu beginnen und noch im jetzt zu beschließenden Nachtragshaushalt des Landes mit mindestens vier Millionen Euro zu verankern. Die MHB gilt schon heute mit ihren innovativen Lernformaten und ihrem beispielgebenden Konzept bundesweit als ein Erfolgsmodell, das im Nordwesten Brandenburgs einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des gesundheitswirtschaftlichen Standortes leistet“, hieß es in dem Schreiben.

Positiv äußert sich auch der Landrat des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt: „Bereits am Dienstag hatten sich alle Fraktionen des Kreistages für diese Art der Unterstützung für die MHB gegenüber Landesregierung und Landtag einmütig stark gemacht. Umso erfreulicher, dass dies dann auch so prompt passiert ist. Gerade in Krisenzeiten wie diesen wird deutlich, wie wichtig die Unterstützung der Forschungsaktivitäten und eine Förderung der Qualität in Forschung und Lehre für eine exzellente Ausbildung an einer Universität sind. Wir alle wissen, dass Mediziner in Deutschland nur forschungsbasiert ausgebildet werden können und dürfen. Das Ziel, ausgebildete Mediziner nach der Ausbildung als Ärztinnen und Ärzte in Brandenburg zu halten und so die ärztliche Versorgung auf dem Land zu verbessern, ist jetzt wichtiger denn je. In Anbetracht der in den kommenden Jahren zu erwartenden Praxisschließungen werden es diese jungen Menschen sein, die einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung im Land Brandenburg leisten werden. Ich freue mich, dass dafür jetzt vom Land eine stabile Grundlage geschaffen wurde. Mit diesem ersten Schritt kann das Fundament einer verlässlichen medizinischen Forschungsfinanzierung an der kommunal getragenen MHB gelegt werden, was für Brandenburg heute und für die Zukunft einen großen Fortschritt bedeutet“, kommentiert der Landrat, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der MHB ist.

Auch Wissenschaftsministerin Manja Schüle begrüßt die Entscheidung: „Ich freue mich, dass wir die Medizinische Hochschule Brandenburg beim Ausbau einer starken Forschung unterstützen können. Damit unterstützen wir auch die Hochschule perspektivisch dabei, die Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat zu erreichen. Die praxisnahe Ausbildung der MHB leistet einen wichtigen Beitrag dafür, die ärztliche Versorgung in unserem Land zu sichern. Das ist gerade derzeit, vor dem Hintergrund der Herausforderungen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie, wichtiger denn je. Ich danke der Hochschule und insbesondere den 130 MHB-Studierenden für ihren freiwilligen Einsatz in den Kliniken und der ambulanten medizinischen Versorgung im Land Brandenburg – ihre Hilfe ist gerade jetzt von enormer Bedeutung.“