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08.07.2020

Corona-Pandemie: "Wir müssen das Virus weiter ernst nehmen!"

Landrat Ralf Reinhardt hat auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Dezernentin für Gesundheit und Soziales, Waltraud Kuhne, sowie dem klinischen Geschäftsführer der Ruppiner Kliniken, Dr. Matthias Voth, an die Menschen im Landkreis appelliert, die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen und Verhaltensregeln weiter konsequent einzuhalten.

„In einer Phase der Lockerungen und gerade jetzt in der Ferienzeit werden immer häufiger die sinnvollen Maßnahmen zum Schutz unserer Gesundheit infrage gestellt und weniger befolgt. Das ist besorgniserregend. Wir wollen keinen Hotspot in unserem Landkreis. In diesem Bewusstsein muss jeder handeln“, erklärte Reinhardt. Dass es nach Wochen ohne neue Erkrankungen wieder ein Infektionsgeschehen im Landkreis im Umfeld der Kita „Miteinander“ in Neuruppin mit über 320 Testungen und sieben positiven Fällen gebe, sei ein Warnsignal und zugleich sehr bedauerlich. Ralf Reinhardt: „Abstand halten zu können ist ein hohes Gut, das uns der ländliche Raum bietet und das es in Ballungsräumen kaum gibt. Diesen Vorteil sollten wir schätzen und unsere Gesundheit und die der Mitmenschen nicht durch Leichtsinn aufs Spiel setzen.“

Waltraud Kuhne, die Dezernentin für Gesundheit und Soziales, rief die Bevölkerung, aber auch die Gäste im Landkreis auf, das unverändert hohe Infektionsrisiko nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Etliche Länder, die ihre Maßnahmen gelockert und sich geöffnet haben, mussten steigende Infektionszahlen verzeichnen. Das sollte uns allen zu denken geben“, so die Dezernentin. Zugleich müssten im Fall von Infektionen die Kontaktermittlungen des Gesundheitsamtes aktiv von der Bevölkerung unterstützt werden. Waltraud Kuhne: „Wir sind auf Kooperationsbereitschaft angewiesen, um die Kontaktpersonen von Infizierten rasch ermitteln zu können und die Infektionsketten zu durchbrechen. Die Lockerungsmaßnahmen und die Urlaubszeit machen es nicht einfacher. Deshalb die große Bitte an die Bürgerinnen und Bürger, unsere Ermittlungsteams zu unterstützen.“ Gerade die schnelle Kontaktermittlung und die anschließende häusliche Isolation von Betroffenen im Rahmen der Inkubationszeit seien wichtig, um eine größere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Klinikgeschäftsführer Dr. Matthias Voth warnte ebenfalls eindringlich vor einem sorglosen Umgang mit COVID-19. „Es ist noch nicht vorbei, wir müssen das Virus weiter ernst nehmen. Also weiter den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, Mund-Nasen-Schutz tragen und die Corona-App auf dem Handy aktivieren“, so Voth. Zwar seien Coronatests, wie bei der nach wie vor aktiven Teststrecke der Ruppiner Kliniken, wichtig, aber sie garantierten keinen Schutz und keine Sicherheit vor einer Weitergabe des Virus. „Der Test stellt immer nur eine kurze Momentaufnahme dar. Auch eine für den Augenblick negativ getestete Person kann das Virus in sich tragen und andere Menschen anstecken. Deshalb sind die Kontakt- und Hygieneregeln im Alltag so wichtig und sollten immer praktiziert werden. Fakt ist: Es gibt immer noch keinen Impfstoff und in absehbarer Zeit auch kein Medikament zur Behandlung von COVID-19“, mahnte der Klinik-Geschäftsführer.

Für Fragen rund um COVID-19 steht seit Beginn der Pandemie allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis die Corona-Hotline zur Verfügung. Von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 bis 15 Uhr und am Freitag von 8 bis 12 Uhr sind Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung unter der Telefonnummer 03391 / 688 - 5376 erreichbar.

Weitere Informationen zum neuartigen Coronavirus (auch in leichter Sprache und in Fremdsprachen) gibt es auf der Webseite des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV).