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17.01.2021

Corona: Weitere sieben Todesfälle im Landkreis

Dem Gesundheitsamt des Landkreises sind seit Freitag weitere 96 neue Ansteckungsfälle mit SARS-CoV-2 gemeldet worden. Leider sind erneut auch 7 Todesfälle zu beklagen. Hierbei handelt es sich um eine Frau und einen Mann aus Wittstock bzw. Fehrbellin im Alter von über 80 Jahren. Außerdem sind vier Frauen mit Wohnsitz Neuruppin im Alter zwischen Mitte 60 und 80 Jahren verstorben, ebenso ein Mann aus dem Raum Rheinsberg mit Mitte 70.

Von Neuinfektionen sind im Bereich der Einrichtungen Bewohner wie Mitarbeitende des Seniorenwohnparks Neuruppin und einer Wittstocker Senioreneinrichtung betroffen, außerdem Mitarbeitende in den Kliniken in Wittstock und Neuruppin. Die Kontaktermittlungen laufen noch.

Ein Infektionsgeschehen gibt es darüber hinaus im Übergangswohnheim Neuruppin. Dort sind nach einer umfänglichen Testung bei 11 Heimbewohnern und zwei Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes COVID-19-Erkrankungen festgestellt worden. Bei den Bewohnern besteht ein familiärer Zusammenhang, die betroffenen Personen sind isoliert worden. Hinweis: Diese Neuinfektionen konnten noch nicht innerhalb der offiziellen Meldestatistik berücksichtigt werden, die auf dem Dashboard des Landkreises veröffentlicht wird.

Krankenhäuser: In den drei Kliniken im Landkreis werden zur Zeit 96 Patienten behandelt, davon sind 68 auf Normalstationen, 28 werden intensiv behandelt und 9 beatmet.

Wichtiger Hinweis zum Inzidenzwert

Aufgrund technischer Schwierigkeiten bei der Datenübermittlung wird auf dem Dashboard des Landkreises derzeit nicht wie sonst der 7-Tage-Inzidenzwert des LAVG veröffentlicht, sondern der vom Gesundheitswert ermittelte Wert. Dieser liegt Stand heute bei 423,8. Der Inzidenzwert beschreibt die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten COVID-19-Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Wie mit der "7-Tage-Inzidenz" umzugehen ist und welche Konsequenzen dieser Wert für die Bevölkerung hat, wird in der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg erläutert.

Testungen und Allgemeinverfügung

Um Neuinfektionen frühzeitig festzustellen, werden derzeit unter den Mitarbeitern der betroffenen Kliniken und der sonstigen Einrichtungen regelmäßig, teilweise sogar täglich, PoC-Antigentests (Schnelltests) durchgeführt. Kurze Testabstände sind notwendig, da ein PoC-Antigentest bei einer geringen Virenlast, wie das häufig in einem frühen Stadium der COVID-19-Erkrankung der Fall ist, nicht reagiert. Einen Tag später kann das schon ganz anders sein. Aus diesem Grund sind regelmäßige Tests in kurzen Abständen entscheidend, um das Risiko von Einträgen in Einrichtungen so gering wie möglich zu halten. Nach einem positiven Schnelltestergebnis wird dieses dann mittels eines PCR-Tests, der noch aussagekräftiger ist, nochmals überprüft. Mit diesem Konzept einer hohen Testdichte können mehr COVID-19-Fälle entdeckt werden, die sonst bei Symptomfreiheit unerkannt geblieben wären, was in Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personen fatale Folgen haben kann.

Vor diesem Hintergrund ist auch die vom Landkreis am Wochenende veröffentlichte Allgemeinverfügung über weitere Schutzmaßnahmen zur Absenkung des Infektionsgeschehens (Coronavirus SARS-CoV-2) zu sehen. Ziel der Maßnahme ist es, in allen stationären und teilstationären Pflegeinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten der aktuellen Pandemiesituation angepasste Testkonzepte verbindlich vorzuschreiben, die - neben einem Besucherkonzept - auch entsprechend umzusetzen sind.

Mobile Impfteams weiter im Zeitplan

Eine dringende, weil äußerst wichtige Maßnahme, ist das frühzeitige und schnelle Impfen gegen COVID-19 in stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Seit fast einer Woche - und damit noch vor dem geplanten Start des Impfzentrums in Kyritz Anfang Februar - sind drei mobile Impfteams des DRK gemeinsam mit Ärzten der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg im Einsatz, um gefährdete ältere Menschen und Mitarbeitende der Einrichtungen mit Impfstoff zu versorgen. Insgesamt wurden bislang mehr als 800 Menschen geimpft. Wie das DRK dem Landkreis mitteilt, haben inzwischen alle betroffenen Personen von stationären Einrichtungen im Altkreis Kyritz ihre erste Impfung erhalten. In Bereich Wittstock wurde mit Impfmaßnahmen durch die mobilen Teams begonnen, hier sollen im Lauf der kommenden Woche alle Einrichtungen versorgt sein. Auch im Raum Rheinsberg hat es erste Impfungen in einer stationären Einrichtung gegeben. Ab Montag wird auch in Einrichtungen in Neuruppin weiter geimpft. Den Auftakt macht der Seniorenwohnpark mit mindestens 160 Impfungen.