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15.02.2021

Hinweise der Naturschutzbehörde zur Vogelfütterung

Der wesentliche Vorteil der Fütterung im Winter besteht in der Möglichkeit, Vögel aus der Nähe beobachten zu können. Vielen Menschen, besonders Kindern, fehlt ein Bezug zur Natur. Das Füttern der Vögel kann dazu beitragen, das Interesse am Beobachten und Kennenlernen von Vogelarten zu wecken.

Die Winterfütterung stellt jedoch keinen wirksamen Beitrag zum praktischen Artenschutz dar. Die Futterstellen werden von allgemein häufigen Arten genutzt, die nicht unter Bestandsrückgängen leiden. Somit profitieren davon auch nicht die Arten, für die unterstützende Maßnahmen erforderlich sind. Wer erfolgreichen Artenschutz praktizieren möchte, hat vielfältige direkte und indirekte Möglichkeiten. Die Zulassung von Naturnähe auf dem eigenen Grundstück hilft nicht nur vielen Vogelarten, sondern der Biodiversität insgesamt. So sind die Umwandlung von Zierrasen in bunte Wiesen sowie die Anpflanzung von einheimischen Gehölzen statt Koniferen einfach umzusetzende Maßnahmen. Auch unser Konsum lässt sich einfach auf Nahrungsmittel umstellen, die unter Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien hergestellt werden. Umweltverträglich produzierte Nahrungsmittel bewirken nachweislich deutlich weniger ungünstige Auswirkungen auf die heimische Fauna und ihre Lebensräume als dies im Rahmen der konventionellen Landwirtschaft der Fall ist.

Für die Vogelfütterung ungeeignet sind gewürzte und gesalzene Mittel. Auch Brot und Speisereste sollten nicht angeboten werden. Die Körnerfresser freuen sich über Sonnenblumenkerne, Hanf und andere Samen. Einige Arten bevorzugen Weichfutter wie Haferflocken, Rosinen und Obst. Gut geeignet sind Fett-Körner-Mischungen. Eine Futterstelle ist sauber zu halten. Das gelingt durch den Einsatz von Futterspendern, die selbst hergestellt oder im Handelt erworben werden können. Die Gefahr der Ausbreitung von Krankheitserregern lässt sich so minimieren. Aber auch die traditionellen Futterhäuser können weiter genutzt werden. Futterstellen sollten so angelegt sein, dass sich Katzen nicht anschleichen können.