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18.04.2021

Worte des Landrates zum Corona-Gedenktag

Für heute, Sonntag den 18. April 2021, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem bundesweiten Corona-Gedenktag aufgerufen, um der Menschen zu gedenken, die während der Corona-Pandemie nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind.

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin werden deshalb an diesem Tag an den Gebäuden der Kreisverwaltung die Flaggen auf Halbmast wehen. Denn auch in Ostprignitz-Ruppin starben seit Beginn der Pandemie im vergangenen Frühjahr nach einer Covid-19-Erkrankung 163 Menschen (Stand Sonnabend). Es ist eine Zahl, die nur auf den ersten Blick niedrig wirkt. "Doch hinter jeder Statistik, hinter jeder Zahl verbirgt sich ein menschliches Schicksal", erinnert Landrat Ralf Reinhardt an jeden Einzelnen der Verstorbenen. Es waren Angehörige oder Freunde - Menschen, die Ehefrauen oder Ehemänner, Lebenspartner oder Lebenspartnerinnen, Großeltern, Väter und Mütter oder auch Tante oder Onkel waren. Jeder einzelne von ihnen wird vermisst. "Mehr als ein Jahr Pandemie liegt jetzt hinter uns", so der Landrat. Lange Zeit blieb Ostprignitz-Ruppin als einer von nur wenigen Landkreisen deutschlandweit von Todesfällen nach einer Covid-19-Erkrankung verschont. Zeitweise galt der Landkreis sogar als coronafrei, als im Sommer 2020 alle Menschen neuen Mut schöpften. Doch in der Nacht zum 20. November 2020 verstarb die erste Covid-19-Patientin in einem Krankenhaus des Landkreises.

"Hinter uns liegt eine schwere Zeit, die jedem einzelnen von uns viel abverlangt hat, besonders auch bei den privaten und familiären Kontakten", sagt Landrat Ralf Reinhardt. "Umso bedauerlicher ist es, dass die Corona-Impfungen bundesweit nicht in dem Tempo vorangehen, wie sie eigentlich sollten, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen." Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin tue man jedoch alles dafür, um den ältesten Einwohnern und denen, die nicht so gut zu Fuß sind, ein möglichst ortsnahes Impfangebot zu machen, erklärt der Landrat im Hinblick auf die erfolgreichen Einsätze des Impfbusses, das Impfzentrum in Kyritz sowie die Arbeit der mobilen Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes. So lasse die steigende Anzahl an Impfungen sowie die zunehmende Zahl an Testmöglichkeiten hoffen. "Für die dritte Welle der Pandemie ist es jetzt aber noch einmal nötig, alle Kraft zusammenzunehmen und durchzuhalten", bittet Landrat Ralf Reinhardt und appeliert an die Menschen in Ostprignitz-Ruppin, sich auch weiterhin an die Corona-Maßnahmen zu halten. Ziel sei es, wenn die Sonne im Sommer wieder hoch am Himmel stehe, dass auch in den Herzen der Menschen wieder mehr Licht und Hoffnung einkehren kann.