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06.05.2021

Trichinen-Fund bei einem in Ostprignitz-Ruppin erlegten Wildschwein

Im amtlichen Trichinenlabor des Landkreises Ostprignitz-Ruppin wurden am 27. April 2021 bei einem Wildschwein, das im Bereich Radensleben erlegte wurde, Trichinen festgestellt. Das nationale Referenzlabor  für Trichinella, das Bundesinstitut für Risikobewertung, hat diesen Befund bestätigt. Weitere Untersuchungen im Referenzlabor haben ergeben, dass es sich um Trichinen der Art Trichinella spiralis handelt.

Der betroffene Tierkörper wurde durch eine Spezialfirma unschädlich beseitigt. Da sich Wildschweine beispielsweise durch die Aufnahme trichinenhaltiger Kadaver mit Trichinen infizieren können, spielt die Entsorgung der Aufbrüche und Raubwildkadaver eine große Rolle bei der Unterbrechung des Infektionskreislaufes von Trichinen.

Der letzte Trichinenfund im Landkreises Ostprignitz-Ruppin ist etwa ein Jahr her.. Dieser war am 6. April 2020 bei einem erlegten Wildschwein aus dem Bereich Schönberg (Mark). Hier handelte es sich ebenfalls um Trichinen der Art Trichinella spiralis.

Beim Menschen können Trichinen die sogenannte Trichinellose verursachen. Das ist eine Erkrankung, die in Deutschland zwar selten vorkommt, aber tödlich verlaufen kann. Die Infektion erfolgt über trichinenhaltiges rohes Fleisch oder rohe Produkte wie etwa Rohwürste und Schinken.

Die Untersuchung von erlegten Wildschweinen auf Trichinen ist deshalb gesetzlich vorgeschrieben, um eine Infektion des Menschen mit Trichinen sicher zu vermeiden. Auch vor dem Hintergrund der heranrückenden Afrikanischen Schweinepest werden derzeit keine Gebühren für eine Probenuntersuchung erhoben, wenn das Schwarzwild auf dem Gebiet des Landkreises Ostprgnitz-Ruppin erlegt wurde.