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29.07.2016

Bekanntmachung der Förderrichtlinie zum Betrieb von Eltern-Kind-Gruppen (Spielkreise) an den Wohnverbünden und Übergangswohnheimen

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin fördert im Rahmen der vorbezeichneten Richtlinie die Einrichtung und Durchführung von Eltern-Kind-Gruppen (Spielkreisen) gemäß § 1 Abs. 4 BbgKitaG. Ziel der Förderung ist es, in Verbindung mit den bestehenden Wohnverbünden bzw. Übergangswohnheimen ein Betreuungsangebot vorrangig, aber nicht ausschließlich für Flüchtlinge und ihre Kinder zu schaffen. Das Angebot ist insbesondere unter dem Aspekt Integration offen zu gestalten und soll auch die Eltern und Kinder der Einwohner des Landkreises Ostprignitz-Ruppin ansprechen. Die Eltern-Kind-Gruppen (Spielkreise) bilden eine Möglichkeit, Kinder und Eltern mit der Situation in Deutschland vertraut zu machen, sie zu beraten und erste Erfahrungen mit dem hiesigen System der Kindertagesbetreuung zu ermöglichen. Das Angebot versteht sich auch als „Vorstufe“ der Kinder für den zukünftigen Kitabesuch.

Dabei wird bei der Durchführung des Betreuungsangebotes nicht gefordert, dass die pädagogische Fachkraft aufgrund der Anwesenheit der Eltern oder anderer Betreuungspersonen die Erziehungsverantwortung für die Kinder übernimmt. Die Verantwortung verbleibt bei den Eltern.

Über die Förderung von Spielkreisen soll nach einer Interessenbekundung entschieden werden. Die Interessenbekundung hat unter Beifügung der nachfolgenden Unterlagen und Angaben bis zum

15.08.2016

zu erfolgen

Antragsunterlagen

  • Fachliches Konzept (s.u.)
  • Erklärung, dass Sie nach den im Land Brandenburg geltenden rechtlichen Bestimmungen berechtigt und geeignet sind, eine Eltern- Kind- Gruppe zu betreiben und mit den für den Betrieb einer Eltern- Kind- Gruppe maßgeblichen Bestimmungen vertraut sind und dass Sie diese beachten werden
  • Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII;
  • Aussagen zur Rechtsnatur des Antragstellers und aktuelle Nachweise der Eintragung in ein Berufs-, Handels- oder Vereinsregister (nicht älter als ein Jahr bei Antragstellung)
  • Aktuelle Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialversicherungsträger und des Finanzamtes (nicht älter als drei Monate)
  • Nachweise über den Bestand einer Haftpflichtversicherung
  • Geeigneter Nachweis der Wirtschaftlichkeit des Antragstellers
  • Kosten- und Finanzierungsplan

Folgende ergänzende Fragestellungen sind zu beantworten:

  • Für welche Region(en) ist/sind die Eltern-Kind-Gruppe(n) geplant?
  • Sind bereits Räumlichkeiten in Aussicht und wenn ja welche?
  • Welche Erfahrungen haben Sie in der Jugendhilfe? Fügen Sie bitte eine Übersicht über von Ihnen betriebene Projekte und Einrichtungen bei.
  • Stellen Sie bitte Ihre fachliche Eignung als Betreiber einer Eltern- Kind- Gruppe in geeigneter Form dar.
  • Reichen Sie ein Konzept unter Beachtung der weiteren Angaben ein:
    • Charakter und Merkmale der Gruppe (Öffnungszeiten, Teilnehmerkreis, feste Punkte im Tagesablauf u. s. w.)
    • Gestaltung der Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, Beteiligung der Eltern und unterschiedliche Formen der Unterstützung, Überwindung sprachlicher Barrieren
    • Art der Berücksichtigung der Grundsätze elementarer Bildung und frühkindlichen Bildung
    • Art der Überprüfung der Qualität der pädagogischen Arbeit und Überprüfung des Angebotscharakters
    • Regelungen der gegenseitigen Aufsichtspflicht (Eltern untereinander)
    • niedrigschwellige Angebote der Beratung für Eltern zum Bildungssystem und zur Wertevermittlung
  • Wie realisieren Sie den Kinderschutz in Eltern- Kind- Gruppen?

Entscheidung über die Projektförderung

Die Entscheidung über die Förderung trifft der Jugendhilfeausschuss auf Grundlage einer Empfehlung der AG Kita des Jugendhilfeausschusses, auf Basis des durch das Jugend- und Betreuungsamt festgestellten Bedarfs. Voraussetzung ist die Beschlussfassung der Richtlinie „Einrichtung und Durchführung von Eltern-Kind-Gruppen (Spielkreisen) an den Wohnverbünden und Übergangswohnheimen“ durch den Jugendhilfeausschuss.  

Ein Anspruch auf Förderung der Eltern-Kind-Gruppe besteht nicht.

Dauer der Förderung

Die Förderung wird zunächst für ein Jahr gewährt. Bei fortbestehendem Bedarf ist – abhängig von den verfügbaren Haushaltsmitteln - eine Verlängerung möglich.

Zur Interessenbekundung auffordernde Stelle

Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Der Landrat, Virchowstraße 14- 16, 16816 Neuruppin

Die Interessensbekundung ist in einem verschlossenen Umschlag mit dem Stichwort „Interessenbekundung Eltern-Kind-Gruppe“ einzureichen bei:

Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Jugend- und Betreuungsamt, Heinrich-Rau-Str. 27-30, 16816 Neuruppin

Frist zur Einreichung der Interessenbekundung

15.8.2016

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin behält sich vor, unvollständige, nicht aussagekräftige oder nicht fristgerecht eingereichte Interessenbekundungen unberücksichtigt zu lassen. Die Nachforderung von Unterlagen und/oder ergänzende Auskünfte vom Interessenten behält sich der Landkreis Ostprignitz-Ruppin vor.