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09.07.2019

Zehn Jahre freie Heide

Ausstellung, Gedenkgottesdienste, Ausblicke

Auf den Tag genau vor zehn Jahren waren Jubel und Freude bei Einheimischen sowie den zahlreichen Bürgerinitiativen rund um die Kyritz-Ruppiner Heide riesengroß: Das Verteidigungsministerium gab am 09.07.2009 den Verzicht auf Pläne für einen Bombenabwurfplatz („Bombodrom“) offiziell bekannt, der jahrelange Protest gegen eine militärische Nutzung des ehemaligen Truppenübungsplatzes zeigte Wirkung. Noch heute erinnern an Ortseingängen wie in Kyritz, Neustadt oder Wusterhausen die alten Protestschilder an das Engagement der Menschen seit Beginn der 90er-Jahre für eine freie Heide.

Wer noch mehr darüber erfahren möchte, wie sich der Bombodrom-Widerstand entwickelte und welche Rolle dabei u.a. die Kirche spielte, kann sich bei einer Ausstellung in der Wittstocker Marienkirche bis zum 01.09. ein konkretes Bild von den Ereignissen machen (täglich von 10 bis 18 Uhr). Der Eintritt ist kostenfrei. Außerdem sind in den kommenden Wochen mehrere Gedenkgottesdienste und Wanderungen in anderen Heide-Gemeinden geplant, so auch am Jahrestag selbst, am 09.07., ab 16 Uhr in und um Gadow. Auch das rbb-Fernsehen wird in der Sendung „Brandenburg aktuell“ (ab 19:30 Uhr) darüber berichten.

Wie sich die Kyritz-Ruppiner Heide, Europas größtes zusammenhängendes Heidegebiet, seit dem Ende der militärischen Nutzung entwickelt hat, zeigt der 4.000 Hektar große Südteil. Dort sind mittlerweile 13 Kilometer der Wege begehbar, weitere dürften folgen. Werner Nüse, stellvertretender Landrat des Landkreises Ostprignitz-Ruppin: „Sicherlich wäre es langfristig sehr schön, wenn noch mehr Wege hinzu kämen. Im Zentralbereich ist das aufgrund der Munitionsbelastung sehr schwierig. Aber vielleicht kommen wir künftig im Nordbereich der Heide noch zu einigen geöffneten Wegen.“