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29.08.2019

Erlegungsprämie im Kampf gegen die ASP

Um das Risiko des Eintrags und damit einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu minimieren, gibt es weiterhin eine Erlegungsprämie für Schwarzwild. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, die Wildschweinbestände zu minimieren.

Grundlage ist ein Erlass des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft. Die Prämie wird für die Jagdjahre 2018/2019 bis 2020/2021 gewährt (ein Jagdjahr geht vom 01.04. bis 31.03.) und beträgt 50 Euro je Stück Schwarzwild. Gezahlt wird allerdings erst ab der Menge des erlegten Schwarzwilds aus dem Referenzjagdjahr 2015/2016, wobei Fall- und Unfallwild mit eingerechnet wird.

Anträge für Prämien sind durch die Jagdausübungsberechtigten bezogen auf die einzelnen Jagdbezirke zu stellen. Im Jagdjahr 2018/2019 gab es 49 positiv beschiedene Anträge mit 573 prämierten Stücken. Insgesamt wurden nach Angaben des Amtes für Verbraucherschutz und Landwirtschaft 5.046 Stück Schwarzwild in Ostprignitz-Ruppin zur Strecke gebracht, im vorangegangenen Jagdjahr waren es 5.263.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine tödlich verlaufende Viruserkrankung der Haus- und Wildschweine, gegen die es keinen Impfstoff gibt. Die Übertragung erfolgt von Tier zu Tier, durch infizierte Kadaver sowie kontaminierte Gegenstände und Speisereste. Derzeit breitet sich die Erkrankung in Wildschweinbeständen vieler Regionen Osteuropas immer weiter aus. Auch China ist stark betroffen. In Westeuropa ist bisher Belgien betroffen. Wichtiger Hinweis: Für den Menschen besteht keine Infektionsgefahr!