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29.11.2019

Landkreis verkauft Pferde nach Fortnahme in Linow

Im Fall der Pferdefortnahme von Linow im Juli 2019 hat das Verwaltungsgericht Potsdam mit drei Beschlüssen den Eilantrag der bisherigen Halter gegen entsprechende Bescheide des Landkreises Ostprignitz-Ruppin abgelehnt.

Das Gericht hat das damit begründet, dass die angegriffenen Bescheide rechtmäßig sind. Die schriftliche Begründung des Gerichts erhielt die Kreisverwaltung am 20.11.2019.

In den Bescheiden ging es unter anderem um die Fortnahme der sichergestellten 41 Pferde (zwischenzeitlich kamen 4 Fohlen hinzu), weil die Tiere mangels Erfüllung der tierschutzrechtlichen Anforderungen erheblich vernachlässigt waren. Außerdem war ein Pferdehaltungs- und -betreuungsverbot gegen die bisherigen Halter erlassen worden, ebenso die Anordnung einer Veräußerung der fortgenommenen Pferde.

Mit der Bestätigung der Rechtmäßigkeit der Bescheide konnten die fortgenommenen Pferde jetzt an neue Eigentümer verkauft werden, damit sie dauerhaft in eine tierschutzgerechte Haltung kommen. Es handelt sich um Käufer aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Pferde waren dort bis zum Verkauf auf Grundlage von Pferdepensionsverträgen untergebracht worden.

Vor dem Verkauf wurde geprüft, dass gegen die Käufer keine tierschutzrechtlichen Bedenken bestehen. Die örtlichen Veterinärämter wurden dazu entsprechend informiert und gebeten, zu überprüfen, dass die Haltung der Pferde dort tierschutzgerecht erfolgt.

Die früheren Halter können gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Potsdam Beschwerde einlegen. Die Beschwerde hat aber keine aufschiebende Wirkung, der Verkauf der Pferde konnte daher trotzdem erfolgen.

Der Verkaufserlös steht den früheren Eigentümern der Pferde zu und wird mit den Kosten der Wegnahme und Unterbringung verrechnet, die dem Landkreis bislang entstanden sind. Über den Verkaufserlös und die Gesamthöhe der Kosten können derzeit keine Angaben gemacht werden.

PferdeLinow