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11.12.2019

Afrikanische Schweinepest erfordert weiter erhöhte Wachsamkeit

Angesichts der drohenden Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest auf das Land Brandenburg rücken auch im Landkreis Ostprignitz-Ruppin entsprechende Präventionsmaßnahmen immer stärker in den Fokus.

Die Tierseuche breitet sich seit Mitte November in Westpolen immer weiter aus, auf polnischer Seite eingerichtete Sicherheitszonen reichen bis an die polnische Grenze und berühren nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums die brandenburgischen Landkreise Spree-Neiße und Oder-Spree.

Zwar gibt es nach wie vor keinen Grund zur Panik, dennoch gilt auch im Landkreis Ostprignitz-Ruppin besondere Wachsamkeit. Die Kreisverwaltung bittet vor allem Jäger, weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit auf die Bejagung von Wildschweinen zu richten, um so das Risiko einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu reduzieren. Der Kreisverwaltung ist bekannt, dass es bei der Vermarktung von Wildschwein-Fleisch Probleme gibt. Der Landkreis wird sich deshalb für eine landesweite Problemlösung bzw. einen Ankauf des Fleisches einsetzen, um so die Motivation der Jäger bei der Bejagung zu erhöhen.

Ferner wird der Landkreis verstärkt die Freiland- und Auslaufhaltungen von Schweinen kontrollieren und erinnert an die Genehmigungspflicht von Freilandhaltung sowie die Anzeigepflicht von Auslaufhaltungen.

Darüber hinaus wird nochmals auf die dringend notwendige Probenentnahme bei Fallwild hingewiesen. Aus diesem Grund hatte das Verbraucherschutzministerium des Landes Brandenburg unlängst die Aufwandspauschale für Jäger für die Meldung und Bebrobung von tot aufgefundenen Wildschweinen von 30 auf 50 Euro erhöht. Zudem verzichtet der Landkreis Ostprignitz-Ruppin auch künftig auf Gebühren für die Trichinenuntersuchung, um so einen weiteren Anreiz zur besseren Regulation der Schwarzwildpopulation zu setzen.

Bürgerinnen und Bürger, die tote Wildschweine auffinden, werden gebeten, den Fund umgehend der Leitstelle (Rufnummer 112) zu melden. Diese ermittelt den zuständigen Jagdausführungsberechtigten, welcher dann eine Probe des Tieres nimmt und an das Amt für Landwirtschaft und Verbraucherschutz übergibt. Die Probe wird danach im Landeslabor Berlin-Brandenburg untersucht. 

Der Erreger der Afrikanischen Schweinepest ist für Wild- und Hausschweine innerhalb weniger Tage tödlich.

Für Menschen stellt die Krankheit keine Gefahr dar!

Es sei erwähnt, dass gesundheitliche Sorgen beim Verzehr von rohem Fleisch bzw. Wurstwaren aus polnischer Herstellung unbegründet sind. Gleichwohl werden insbesondere Berufskraftfahrer und Touristen aufgerufen, keine fleischhaltigen Lebensmittel aus Polen mitzubringen, weil dadurch die Gefahr besteht, den Erreger einzuschleppen. Der Mensch ist für die schnelle Verbreitung dieser Tierkrankheit über große Distanzen hauptverantwortlich.

Speisereste sollten in jedem Fall in verschlossenen Müllbehältern entsorgt werden. Entsprechende Plakate mit Warnhinweisen in mehreren Sprachen, etwa für den Bereich von Parkplätzen und Rastanlagen, sollen darauf aufmerksam machen.

Falls die Afrikanische Schweinepest beim Schwarzwild in Brandenburg ausbrechen sollte, werden Maßnahmen auf der Grundlage der Vorschriften der Schweinepest-Verordnung und Maßnahmen nach dem Tierseuchenalarm- und bekämpfungsplan des Landes Brandenburg zur Bekämpfung der ASP im Schwarzwildbestand getroffen.

Mehr Informationen zur ASP auf der Webseite des zuständigen Landesministeriums.