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10.12.2019

Windpocken: Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler ist geschützt

Im Fall der Windpocken-Erkrankungen an der Neuruppiner Montessori-Schule liegen neue Zahlen und Erkenntnisse vor.

Von den rund 220 Schülerinnen und Schülern haben nach heutigem Stand (10.12.2019) 84 keinen Impfnachweis, keinen Nachweis einer zurückliegenden Windpocken-Erkrankung, keinen Nachweis über Antikörper oder sind aktuell erkrankt. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die einen Schutz vorweisen können, ist damit höher als erwartet, was aus Sicht des Kreisgesundheitsamtes als positives Zeichen gewertet wird. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Amt kann darüber hinaus als vorbildlich bezeichnet werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes hatten im Laufe des heutigen Vormittags entsprechende Nachweis-Kontrollen an der Schule durchgeführt.

Die Zahl der bekannten Windpocken-Erkrankungen an der Schule hat sich auf nunmehr sieben erhöht, es ist also ein Fall hinzugekommen. Möglicherweise liegt diese Zahl aber noch höher, da dem Gesundheitsamt nur der Verdacht oder die Erkrankung derjenigen gemeldet werden muss, die im Landkreis ihren Erstwohnsitz haben. Es gibt zudem Familien, die die Erkrankung, die für einen Arzt selbst nur bei Verdacht oder nach Laborergebnis meldepflichtig ist, nicht ihren Ärzten mitteilen.

Inzwischen sind die Schutzmaßnahmen auf die Kita Kinderhaus der Montessori-Gemeinschaftseinrichtungen ausgeweitet worden, da dort auch viele Geschwisterkinder aus der Schule untergebracht sind und es keine klare Trennung zwischen beiden Häusern gibt. Daher erfolgt auch dort eine Impfbuchkontrolle. Ab dem 11.12.2019 dürfen Kinder entsprechend der Inkubationszeit in den kommenden Tagen bis zu den Weihnachtsferien nur dann in die Kita kommen, wenn sie einen Impfschutz nachweisen können bzw. den Nachweis erbringen, dass sie bereits Windpocken hatten.

Für andere Einrichtungen, an denen sich möglicherweise auch Kinder aus der Montessori-Schule aufhalten, hat das Gesundheitsamt keine gesetzliche Grundlage für entsprechende Maßnahmen, wenn es sich nicht um Einrichtungen nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes handelt. Das Gesundheitsamt kann daher nur den Hinweis an Erkrankte bzw. Risikopersonen geben, größere Menschenansammlungen in der Öffentlichkeit zu meiden, um so die Infektion nicht weiter nach außen zu tragen.

Mehr Informationen über Windpocken enthält auch ein Merkblatt des Kreisgesundheitsamtes.