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07.05.2020

Informationen zum Infektionsgeschehen und zur Kita-Notfallbetreuung

Das Infektionsgeschehen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin entwickelt sich weiter zufriedenstellend. Seit dem vergangenen Wochenende sind keine neuen Fälle, die in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus stehen, hinzugekommen.

Damit gibt es bisher 75 gemeldete COVID-19-Fälle. Davon weisen drei Fälle trotz negativer Testung klinische Symptome einer COVID-19-Infektion auf. Genesen sind mittlerweile 40 Personen und damit mehr als die Hälfte der bislang bekannten Infektionen. Eine Person befindet sich noch in stationärer Behandlung. Insgesamt wurden bisher im Landkreis 2023 Testungen durchgeführt. Davon hatten 3,76 Prozent ein positives Testergebnis.

Eine Korrektur musste bei den bislang vermeldeten 76 COVID-19-Fällen vorgenommen werden: Bei einer verstorbenen Person, bei der zunächst eine klinische Infektion diagnostiziert worden war, lag keine COVID-19-Erkrankung vor. Das haben zwischenzeitliche Untersuchungen ergeben. Deshalb ist dieser Fall aus der Statistik genommen worden.

Im Zusammenhang mit einer Häufung von COVID-19-Infektionen in einem Wohnverbund in Rheinsberg sind weitere Testungen im Umfeld der Familien im gesamten Landkreis durchgeführt worden. Außer den bisher bereits bekannten positiven Fällen in diesem Zusammenhang sind alle Testergebnisse negativ ausgefallen. Die bereits positiv getesteten Personen und ihre Familien sind weiterhin im Jugenddorf Gnewikow zum Zweck der Umsetzung der häuslichen Isolierung untergebracht. In Kürze finden bei einigen der Familien in Gnewikow erneute Testungen statt, um den Infektionsstatus zu überprüfen. Davon wird u.a. auch abhängen, ob einzelne Familien bald wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Unterstützung erhält der Landkreis kurzfristig auch von einem vom Land gestellten Kriseninterventionsteam. Dieses soll vorübergehend die Kommunikation mit den betroffenen Personen in Gnewikow unterstützen, z.B. durch die Übersetzung wichtiger Informationen in der Muttersprache der Familienangehörigen. Festzuhalten ist auch, dass es im Jugenddorf weiter ruhig geblieben ist. Das bestätigt der Lagebericht der Polizei.

Aktuelle Informationen zur Kita-Notfallbetreuung im Landkreis

Möglicherweise wird die Landesregierung den Bereich Kindertagesbetreuung und Schulen mit in die neue Eindämmungsverordnung aufnehmen. Dazu wird es im Landeskabinett am 08.05.2020 entsprechende Beratungen geben. Anschließend soll die neue Verordnung veröffentlicht und wirksam werden. Da der genaue Inhalt der Eindämmungsverordnung noch nicht bekannt ist, es für die Eltern und Kinder aber Rechtssicherheit geben muss, hat der Landkreis Ostprignitz-Ruppin die bisher geltende Allgemeinverfügung zum Betriebsverbot für Kindertageseinrichtungen vorsorglich bis zum 22.05.2020 und analog zur Allgemeinverfügung für die Schulen verlängert. Nach den bisher getätigten Aussagen der Landesregierung ist im Moment nicht davon auszugehen, dass es größere Veränderungen im Bereich der Kita-Notfallbetreuung geben wird.

Derzeit liegt die Auslastung der Kita-Notfallbetreuung im Landkreis bei rund 36 Prozent, wobei es regionale Unterschiede gibt. Einige Kommunen sind nahezu an ihren räumlichen und personellen Kapazitätsgrenzen angelangt. Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit, die Hygienestandards und Abstandsregeln einzuhalten, ist die augenblickliche Situation als problematisch zu bezeichnen.