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05.06.2020

Landrat Ralf Reinhardt strebt eine baldige Rückkehr zum Kita-Regelbetrieb an

Seit mehr als einer Woche gibt es keine aktive Infektion mehr im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Landrat Ralf Reinhardt will sich vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehen dafür einsetzen, dass die Kinderbetreuungseinrichtungen im Landkreis, wie Kitas und Horte, bald wieder komplett öffnen und damit zum Regelbetrieb zurückkehren. „Mir ist es ein großes Anliegen, dass die Familien mit Kindern im Landkreis, die in der Coronakrise besonders durch die Auswirkungen des Lockdowns belastet waren und teilweise auch Existenzängste haben und um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes bangen, wieder entlastet werden.“

Bereits mit Einführung des eingeschränkten Regelbetriebes wird gemeinsam mit den Kommunen und den Trägern der Einrichtungen, aber auch in enger Abstimmung mit dem Jugend- und Gesundheitsamt, weiter nach Möglichkeiten gesucht, einen Regelbetrieb zu ermöglichen, der auch dem Gesundheitsschutz von Kindern und Beschäftigten in verantwortungsvoller Weise Rechnung trägt. Ein Tandem-Team, bestehend aus Fachleuten des Jugend- und Gesundheitsamtes, besucht deshalb seit vergangener Woche die insgesamt 87 Kitas und Horte im Landkreis. Gemeinsam mit den Einrichtungen werden vor Ort die Rahmenbedingungen für eine Betreuung der Kinder vor dem Hintergrund der Eindämmungsverordnung des Landes sowie den bestehenden Hygieneregeln geprüft und Beratung angeboten. Im Ergebnis konnten bislang ca. 320 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Fast die Hälfte aller Einrichtungen wurden bereits aufgesucht, jedoch gelingt die Erweiterung von Kapazitäten unter den vom Land vorgegebenen Rahmenbedingungen leider nicht in allen Einrichtungen gleichermaßen.

In diesem Zusammenhang appelliert Reinhardt hier auch an das Land, pragmatischer zu handeln und schnell und unkompliziert temporäre Betriebserlaubnisse für alternative Räumlichkeiten zum Zwecke der Kindertagesbetreuung zu genehmigen, um im Falle fehlender Räume die Einhaltung der vorgegebenen notwendigen Abstandsregeln zu ermöglichen. Die Nutzung zusätzlicher Räume bedeutet aber auch höheren personellen Aufwand, der nicht immer erfüllt werden kann.

Landrat Ralf Reinhardt: „Jedem sollte bewusst sein, egal wie genau geprüft wird und wie sehr auf die Hygieneregeln entsprechend der Eindämmungsverordnung des Landes geachtet wird, sie werden gerade bei Kindern nicht immer eingehalten werden können. Das ist ein Stück Lebensrealität, dies sollte allen Beteiligten klar sein, die hier die Verantwortung tragen. Dem Bund, dem Land, dem Landkreis und den Trägern der Einrichtungen sowie den Eltern. Das Restrisiko bleibt.“

Nun soll es darum gehen, eine Abwägung zu treffen. Wenn es einen positiven Fall einer COVID-19-Infektion in einer Einrichtung gibt, dann wird diese gegebenenfalls komplett zu schließen sein. Zudem sind - wie bisher - entsprechende Maßnahmen des Infektionsschutzes wie die Ermittlung der Kontaktpersonen und eine mögliche Anordnung von häuslicher Isolierung bzw. Quarantäne entsprechend der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts durchzuführen.