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12.06.2020

Landrat Ralf Reinhardt: Keine weiteren Belastungen für RE6-Pendler

Aufgrund der bevorstehenden Bauarbeiten auf verschiedenen Streckenabschnitten des RE6 kommt es zu Schienenersatzverkehren (SEV). Dies führt zu wesentlichen Fahrzeitverlängerungen für Pendler, insbesondere aus dem nördlichen Teil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin von und nach Berlin.

Die Deutsche Bahn bietet deshalb laut dem vorliegenden Ersatzfahrplan für diesen Zeitraum in den Morgenstunden einen SEV mit 4 Fahrten von Wittstock/Dosse nach Neustadt (Dosse) mit Anschluss an den RE2 Richtung Berlin und am Nachmittag in die Gegenrichtung an. Die Fahrzeit beträgt wie sonst mit dem Zug rund 1 Stunde und 40 Minuten, allerdings mit dem Umsteigen in Neustadt (Dosse) vom Bus zum Zug anstelle der Direktverbindung.

Landrat Ralf Reinhardt hat sich jetzt mit einem Schreiben an die Deutsche Bahn AG, die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH kurz ODEG und den VBB gewandt, um nochmal darauf aufmerksam zu machen, dass Pendler von Wittstock/Dosse über Neuruppin nach Berlin bzw. in Gegenrichtung meist Zeitkarteninhaber mit der Berechtigung für Fahrten im Tarifgebiet Berlin-Oberhavel-Ostprignitz-Ruppin sind. Nutzer der Verbindung über Neustadt (Dosse) benötigen jedoch die Berechtigung für Fahrten im Tarifgebiet Berlin–Havelland-Ostprignitz-Ruppin. Er geht aufgrund des eingerichteten SEV deshalb davon aus, dass, wie bereits in der Vergangenheit, für die Zeit der Baumaßnahmen eine Anerkennung der Zeitkarten mit Gültigkeit für das Tarifgebiet Berlin-OHV-OPR auch in den Zügen der ODEG erfolgt.

Nach Ansicht von Landrat Reinhardt ist weder der Schienenersatzverkehr von Wittstock/Dosse nach Neustadt (Dosse) und zurück noch eine mögliche Tarifregelung zur Nutzung des RE2 mit Anerkennung der Zeitkarten bisher genügend der Öffentlichkeit bekannt gemacht worden, obwohl zumindest die Verbindung bereits in VBB Fahrinfo und im DB-Baustellenfahrplan enthalten ist. Gleiches gilt auch für eine entsprechende Information an den Landkreis.

Landrat Ralf Reinhardt: „Da die Baumaßnahmen am RE 6 bereits eine große Belastung für die Berufspendler darstellen, ist es notwendig, dass alles dafür getan wird, sie nicht noch größeren Belastungen auszusetzen. Deshalb ist hier eine klare und eindeutige Kommunikation des Schienenersatzverkehres und einer damit einhergehenden Tarifregelung erforderlich.“