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29.06.2020

Polizeibilanz 2019: Ostprignitz-Ruppin ist nach wie vor ein sicherer Landkreis

Jirko Lehmann, seit Februar neuer Leiter der Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin, konnte beim Pressegespräch in der Kreisverwaltung am vergangenen Mittwoch eine insgesamt positive Bilanz für das Jahr 2019 ziehen: „Der Landkreis ist weiterhin sicher. Die Grundversorgung durch die Polizei ist sichergestellt und auch Personalengpässe hatten durch hochmotivierte Kollegen auf allen Ebenen keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Ostprignitz-Ruppin.“ Er lobte in diesem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis sowie den Ämtern, Städten und Gemeinden. „Da gibt es immer eine professionelle Arbeitsatmosphäre, die zielführend ist“, so Lehmann.

Im gesamten Jahr 2019 gab es im Zusammenhang mit Straftaten 7.651 Anzeigen und damit einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 32 Fälle. Zugleich lag die Aufklärungsquote bei stolzen 63,5 Prozent und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt (56 Prozent). Der größte Rückgang wurde im Bereich der Computerkriminalität verzeichnet. Hier sank die Zahl der Fälle von 568 auf 244, außerdem konnten 90 Prozent aller Fälle aufgeklärt werden. Rückläufig waren 2019 auch die Zahl der Wohnungseinbrüche (von 90 auf 65 Fälle) sowie die Zahl der Autodiebstähle (von 36 auf 23). Auch die angezeigten Körperverletzungen (von 894 im Jahr 2018 auf 856 in 2019) gingen zurück.

Weniger erfreulich ist dagegen die 2019er-Bilanz bei den Verkehrsunfällen im Landkreis. Die Zahl der Unfälle stieg um 426 auf 3.727, rund 36 Prozent davon entfallen auf Wildunfälle. Immerhin konnten Wildzäune entlang der A24 die Zahl dieser Unfälle deutlich reduzieren. Insgesamt starben 2019 im Landkreis sechs Menschen, 428 wurden verletzt. Am häufigsten beteiligt bei Verkehrsunfällen waren Menschen im Alter von über 65 Jahren sowie junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren.

Landrat Ralf Reinhardt dankte bei der Vorstellung der Sicherheitslage den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin für die geleistete Arbeit und die Zusammenarbeit. Zugleich erinnerte Reinhardt daran, dieses Engagement in der Gesellschaft zu würdigen. „Alle sind dazu aufgerufen, den Polizistinnen und Polizisten Wertschätzung und den entsprechenden Respekt entgegenzubringen", erklärte Reinhardt.

Einen kurzen Ausblick auf das laufende Jahr gab der Leiter der Polizeidirektion Nord, Frank Storch. Seinen Angaben nach gab es von Januar bis Mai einen erheblichen Rückgang bei der Kriminalität und bei den Verkehrsunfällen im Landkreis - hervorgerufen offenbar vor allem durch die coronabedingten Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben. Genaue Zahlen werden Anfang 2021 bekannt gegeben.