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29.07.2020

Zeichen für Toleranz in Rheinsberg

Etwa 100 Menschen haben am Dienstag auf dem Rheinsberger Kirchplatz ein Zeichen der Toleranz gesetzt. Die Präsidentin des brandenburgischen Landtags, Ulrike Liedtke, betonte bei der Demonstration in ihrer Rede, dass Gewalt keinen Platz in einer Demokratie habe. "Ostprignitz-Ruppin bleibt offen und tolerant", stellte Landrat Ralf Reinhardt klar. Reinhardt unterstrich, dass das Gesetz für alle gelte, unabhängig von der Herkunft. Die Ereignisse von Rheinsberg müssten schnell und umfassend aufgeklärt werden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Zugleich wies Reinhardt darauf hin, dass noch mehr für die Integration von Menschen getan werden müsse, auch wenn dies weiter viel Kraft koste.

Auslöser für die Kundgebung war eine Schlägerei mit rund 20 Personen in der vergangenen Woche in der Rheinsberger Siedlung "Am Stadion" gewesen, in die nach bisherigen Erkenntnissen Deutsche, Polen sowie Tschetschenen verwickelt waren. Die Ermittlungen der Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war, sind noch nicht abgeschlossen. Der Streit konnte zwischenzeitlich geschlichtet werden, wozu auch ein durch den Landkreis vermittelter Dolmetscher beigetragen hat.

Ralf Reinhardt bei der Kundgebung in Rheinsberg.