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05.08.2020

Sozialministerin Nonnemacher besucht IJN und Frauenhaus in Neuruppin

Die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Ursula Nonnemacher, hat im Rahmen ihrer Frauenpolitischen Sommertour auch die Fontanestadt Neuruppin besucht.

Erste Station war dabei die Initiative Jugendarbeit Neuruppin (IJN) in der Karl-Liebknecht-Straße. Die Ministerin wurde dort über die Eltern-Kind-Gruppe (Spielkreis) informiert, die von der IJN seit 2016 im Auftrag des Landkreises in Rheinsberg durchgeführt wird. Vorrangige Zielgruppe bei dem Spielkreis sind dabei Kinder aus Flüchtlingsfamilien, denen nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch das kulturelle Leben in Deutschland auf spielerische Weise nähergebracht werden soll. Ursula Nonnemacher lobte die Bemühungen der Integrationsarbeit, gerade mit Blick auf die Frauen, die in der Eltern-Kind-Gruppe bei den Erwachsenen am häufigsten vertreten sind. "Wir müssen an die Frauen ran, um die Familien zu erreichen", betonte die Ministerin. Landrat Ralf Reinhardt mahnte in diesem Zusammenhang eine weitergehende Förderung der Integrationsarbeit im Landkreis durch das Land an. Sollte die Förderung von rund 240.000 Euro pro Jahr durch coronabedingte Einsparungen wegbrechen, sei dies fatal. "Das würde alle Bemühungen für eine Integration der Menschen, die zu uns gekommen sind, zunichte machen und ein falsches Signal aussenden", erklärte Reinhardt.

Die Ministerin besuchte anschließend gemeinsam mit der Landesgleichstellungsbeauftragten Manuela Dörnenburg das Neuruppiner Frauenhaus (Foto). Hauptthema war dabei, auch in Anwesenheit von Bürgermeister Jens-Peter Golde, die geplante Erweiterung, um mehr Frauen mit ihren Kindern eine Zufluchtsstätte anbieten zu können. Bisher stehen im Frauenhaus 17 reguläre und drei Notplätze zur Verfügung. Mit dem Anbau sollen fünf weitere Familienzimmer hinzukommen, ebenso ein barrierefreier Zugang. Um die Bau- und Planungskosten belaufen sich auf voraussichtlich 1,1 Millionen Euro. Ein Großteil der Summe könnte dabei aus einem Investitionsprogramm des Bundes kommen - das dafür notwendige Votum des Landes vorausgesetzt. Eine Zusage konnte Ursula Nonnenmacher allerdings noch nicht geben, auch wenn sie die Arbeit des Trägervereins Frauen für Frauen ausdrücklich lobte. Für eine Förderung sprach sich Landrat Ralf Reinhardt aus: "Wir begrüßen außerordentlich das Bundesinvestitionsprogramm zur Förderung der baulichen Investition in die Frauenhäuser. Von Gewalt betroffene Frauen und Kinder sollten den Schutz der Gesellschaft auch erfahren durch eine gute wohnliche Unterbringung."

FrauenhausNeuruppin