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01.12.2020

Aktueller Stand des Mobilfunk-Ausbaus in Ostprignitz-Ruppin

Die untere Bauaufsichtsbehörde des Bau- und Umweltamtes hat heute die Baugenehmigung für eine neue Mobilfunkstation bei Rägelin erteilt. Damit steht dem Bau dort nichts mehr im Wege.

Landrat Ralf Reinhardt freut sich über die kurzfristige Erteilung der Baugenehmigung: „Wir treiben den Mobilfunkausbau im Landkreis mit all unseren Möglichkeiten aktiv voran, um gerade die Versorgung in ländlichen Regionen zu verbessen“, sagt Reinhardt. „Ich freue mich insbesondere, dass wir in Kürze weitere ‚weiße Flecken‘ füllen können und damit die Erreichbarkeit in Ostprignitz-Ruppin verbessert wird.“

„Weiße Flecken“ sind Stellen ohne Mobilfunkempfang. In Kürze sollen Planungen zur Schließung solcher Flecken in Plänitz und Stöffin abgeschlossen werden. In Stöffin läuft derzeit die Standortsuche für einen Mobilfunkmasten, in Plänitz ist bereits ein Standort gefunden worden, aktuell erfolgt die Abstimmung mit der Kommune.

Darüber hinaus sind in den vergangenen Wochen Baugenehmigungen für die Standorte Nackel, Segeletz und Herzberg erteilt worden. Die Baufreigaben stehen hier allerdings noch aus. In Deutschhof, Dessow und Brunne laufen die Genehmigungsverfahren für die Errichtung von Mobilfunkstationen. Alle Standorte sind der Telekom zuzuordnen.

Ralf Reinhardt

Landrat Ralf Reinhardt mit der Baugenehmigung für die Mobilfunkstation bei Rägelin.

2G, 3G, 4G, 5G

Telekom

Die Telekom hat in den vergangenen vier Jahren sieben Bauvorhaben von Antennenträgern mit entsprechendem technischen Zubehör realisiert, wobei bei zweien die Inbetriebnahme und Netzintegration kurz bevorsteht.

Die Telekom betreibt im Landkreis 56 Standorte (davon bereits 25 mit 5G-Technologie), bis 2022 sollen weitere 28 Standorte hinzukommen. Diese sollen zunächst mit den Mobilfunkstandards GSM (2G) und LTE (4G) realisiert werden. Bedarfsbezogen erfolgt im Nachgang die Umrüstung auf 5G. Zusätzlich sind im selben Zeitraum an fünf bestehenden Standorten Erweiterungen mit LTE und 5G geplant.

Die Telekom schaltet ab dem 30.06.2021 den 3G-Mobilfunkstandard ab, um die dann frei werdenden Frequenzkapazitäten für 4G und 5G zu nutzen. In 2020 wurden zudem in der Innenstadt von Neuruppin vier sogenannte Mikrostandorte in Form von Smart Cells (Kleinfunkzellen) installiert, welche 2G und 4G unterstützen sollen. Aktuell läuft hier die Systemintegration.

Vodafone

Laut Pressemeldung der Vodafone GmbH (Stand: 01.09.2020) werden in den besiedelten Gebieten des Landkreises 61 Mobilfunkstandorte betrieben, die eine nahezu vollständige Mobilfunk-Outdoor-Versorgung für Sprachdienste absichern. In der mobilen Breitbandversorgung werden fast alle Haushalte über 4G erreicht. Bis Mitte 2021 sind zwölf weitere Bauvorhaben im Bereich 4G geplant.

Aktuell liegen der unteren Bauaufsichtsbehörde zwei Bauanträge vor und durchlaufen das Genehmigungsverfahren. Am 30. Juni 2021 wird auch Vodafone den Mobilfunkstandard 3G abschalten. Zum 5G-Ausbau von Vodafone liegen uns aktuell keine Informationen vor, aus der entsprechenden Netzabdeckungskarte geht hervor, dass es derzeit in Teilen von Neuruppin eine 5G-Abdeckung von Vodafone gibt.

Telefonica

Telefonica betreibt aktuell 42 Mobilfunkstationen (2G, 3G, 4G) im Landkreis. Weitere 19 sind in Planung. Den 3G-Mobilfunkstandard will Telefonica bis spätestens 2022 schrittweise in die neueren Technologien umwandeln. Im Bereich 5G gibt es dort aber aktuell keine konkreten Ausbau-Pläne für den Landkreis im Postleitzahlbereich 16816.

Drillisch Netz AG

Die Drillisch Netz AG ist bei der Vergabe der 5G-Frequenzen ebenfalls zum Zuge gekommen, verfügt derzeit aber über kein eigenes Mobilfunknetz. Dieses wird erst noch aufgebaut, zu entsprechenden Ausbauplänen kann die Drillisch-Netz-AG aber derzeit noch keine Angaben machen.

Alle vier Anbieter, die einen Zuschlag für 5G-Frequenzen haben, sind verpflichtet, bis Ende 2022 98 Prozent der Haushalte mit 100 Mbit schnellen mobilem Internet zu versorgen. Dies wäre allerdings auch mit 4G möglich.