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08.07.2021

Brandenburgs beste Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten kommt aus Ostprignitz-Ruppin

Schon die Oma von Lisa Geschwentner arbeitete bei der Kreisverwaltung und auch ihre Mutter hat einen Bürojob, berichtet die 21-Jährige aus Wittstock/Dosse. Und so entschied sich Lisa Geschwentner schon während der Schulzeit, ein Praktikum bei der Stadtverwaltung in Wittstock zu machen. „Ich dachte, ich probiere es mal aus.“ Die Arbeit hat ihr Spaß gemacht, so dass sie sich 2018 nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Wittstock bei der Kreisverwaltung von Ostprignitz-Ruppin für einen Ausbildungsplatz zur Verwaltungsfachangestellten bewarb. Mit Erfolg. „Meine Oma hat gesagt, ich sollte es mal versuchen, weil ihr die Arbeit immer Spaß gemacht hat“, erinnert sich die 21-Jährige.

Auch ihr gefiel  die Ausbildung bei der Kreisverwaltung, die sie vor drei Jahren begann und nun erfolgreich abgeschlossen hat. „Die Arbeit ist vielfältig und während der Ausbildung bekommt man Einblick in viele Bereiche“, berichtet Lisa Geschwentner. Besonders viel Spaß haben ihr die Zeiten in der Ausländerbehörde, im Katasteramt, beim Amt für Finanzen und Personal sowie im Bereich der öffentlich rechtlichen Entsorgungsträger gefallen. Auch die Berufsschule sei ihr leicht gefallen, berichtet die Wittstockerin, etwas schwerer waren hingegen die sogenannten dienstbegleitenden Unterweisungen, die über die Brandenburgische Kommunalakademie erfolgen. „Letztere sind direkt auf den Job zugeschnitten.“ Auch die Corona-Pandemie, wegen der die Kurse der Brandenburger Kommunalakademie nur noch online angeboten wurden, konnte Lisa Geschwentner nicht bremsen. „Ich konnte mich online gut durchboxen. Aber der Präsenzunterricht gefällt mir besser, denn online ist es nicht das gleiche“, gibt sie ehrlich zu und begründet ihr Meinung folgendermaßen: „Ich habe mich ja bewusst für eine Ausbildung und nicht für ein Fernstudium entschieden.“ Aus diesem Grund hofft sie für die kommenden Ausbildungsjahrgänge, dass die Kurse der Brandenburgischen Kommunalakademie nicht generell als Online-Unterricht angeboten werden.

Lisa Geschwentner

Um sich für ihre Mitauszubildenden einzusetzen, ließ sich Lisa Geschwentner im Mai 2020 für die Wahl zur Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) aufstellen. Von den Auszubildenden wurde sie zur Vorsitzenden des Gremiums gewählt. „Das wollte ich immer schon gerne machen“, verrät sie. Als Vorsitzende der JAV sieht sie sich dabei als Sprachrohr der Auszubildenden der Kreisverwaltung von Ostprignitz-Ruppin. „Man hat als Vorsitzende der JAV schon ein wenig Einfluss und kann den Azubis helfen.“ Bis Mai 2022 dauert ihre zweijährige Amtszeit. Die Ausbildung beim Landkreis Ostprignitz-Ruppin zur Verwaltungsfachangestellten kann sie wegen der Vielfältigkeit der Möglichkeiten eindeutig empfehlen. „Da ist für jeden ein Amt dabei“, verrät Lisa Geschwentner. Ihr selbst habe die Ausbildung gut gefallen, so Geschwentner, besonders weil man ihr in den einzelnen Fachbereichen stets viel zugetraut habe.

Die positive Einstellung zu den gestellten Aufgaben schlug sich bei Lisa Geschwentner dann auch in den Ergebnissen der Abschlussprüfungen zur Verwaltungsfachangestellten nieder. So erzielte die 21-Jährige nicht nur mit einem Abschluss von 1,6 die beste Note der Lehrgangsgruppe der Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz – die insgesamt in vielen Fächern über dem Landesschnitt lag - , sondern sie ist zugleich auch Jahrgangsbeste in ganz Brandenburg. „Das Ergebnis hat mich total überrascht. Damit habe ich nicht gerechnet“, verrät Lisa Geschwentner, der der Erfolg fast schon ein wenig unangenehm ist, da sie nicht so gern im Mittelpunkt stehe. „Aber es ist doch ein gutes Gefühl, ich freu mich und bin stolz auf den Abschluss.“ Inzwischen hat die Wittstockerin gemeinsam mit vier anderen fertig ausgebildeten Azubis ihre neuen Arbeitsverträge bei der Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin unterschrieben. Wunsch-Einsatzort von Lisa Geschwentner in der Kreisverwaltung ist die Ausländerbehörde. Dort hat der 21-Jährigen nicht nur die Zusammenarbeit im Team sowie mit der Sachgebietsleitung gefallen, sondern vor allem auch der Bürgerkontakt.

Um für die Arbeit stets fit zu sein, treibt Lisa Geschwentner viel Sport. Unter anderem spielt sie seit 2016 mit der Frauenmannschaft in der Kreisliga Handball beim FK Hansa Wittstock. „Das ist ein guter Ausgleich zur Arbeit.“