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14.07.2021

Landrat appelliert an die Impfbereitschaft der Jüngeren

Landrat Ralf Reinhardt hat sich in einem öffentlichen Aufruf insbesondere an die jüngere Bevölkerung des Landkreises gewandt, die bestehenden und umfassenden Impfangebote zum Schutz vor dem Coronavirus zeitnah anzunehmen. "Die Delta-Virusvariante ist eindeutig auf dem Vormarsch und zeichnet sich leider durch eine leichtere Übertragbarkeit und erhöhte Krankheitsschwere aus. Eine vollständige Impfung kann nicht nur schwere Erkrankungen verhindern, sondern auch das Risiko einer Virusweitergabe minimieren. Wir beobachten aber leider eine hohe Impfzurückhaltung bei den unter 50-jährigen, auch bei uns im Landkreis. Hier appelliere ich dringend an alle noch nicht Geimpften, sich jetzt den Piks geben zu lassen, um sich und andere zu schützen, gerade mit Blick auf den Herbst und die dann zu befürchtende vierte Welle", erklärte Ralf Reinhardt.

Wie der Landrat weiter mitteilte, sind von den bisher 63.000 Erst- und Zweitimpfungen im Kyritzer Impfzentrum bisher nur 17.000 an die Kategorie der unter 50-jährigen gegangen. "Ein möglicher Grund für die Zurückhaltung bei den jüngeren Menschen ist wohl auch, dass sich diese terminlich nicht so festlegen wollen. Manche haben auch keinen Hausarzt, der die Impfung organisieren könnte. Deshalb bieten wir im Landkreis nun auch viele niederschwellige und dezentrale Angebote an, wo man ohne Anmeldung den vollen Impfschutz erhalten kann, beispielsweise beim mobilen Jedermann-Impfen in verschiedenen Gemeinden (Termine siehe Pressemitteilung vom 13. Juli 2021) oder beim Kulti / Impfzentrum in Kyritz, um das Ziel der Herdenimmunität schnell zu erreichen", erklärt Ralf Reinhardt. Nach Einschätzung von Experten wird für dieses Ziel bei der Altersgruppe der 12- bis 59-Jährigen eine Impfquote von 85 Prozent und bei den über 60-Jährigen von über 90 Prozent angestrebt, um sich vor der gefährlicheren Delta-Virusvariante weitestgehend schützen zu können.

Reinhardt erinnerte in diesem Zusammenhang auch an zahlreiche Menschen aus der jüngeren Altersgruppe, die in Pflegeeinrichtungen oder anderen Einrichtungen mit vulnerablen Personen tätig sind: "Diese Menschen gilt es besonders vor einem Viruseintrag im bevorstehenden Herbst zu schützen, da dann mit einer stärkeren Verbreitung der aggressiveren Delta-Variante zu rechnen ist und bei vielen Menschen mit einem eh schon geschwächten Immunsystem die voraussichtlich erforderlichen Auffrischungsimpfungen noch ausstehen. Deshalb ist der Impfschutz so wichtig und vergleichbar mit einer unsichtbaren FFP2-Maske, die auch die Menschen schützt, die sich nicht impfen lassen können."

Die Dezernentin für Gesundheit und Soziales, Waltraud Kuhne, warnte in diesem Zusammenhang auch, sich durch die derzeit im Landes- und Bundesvergleich niedrigen Infektionszahlen in Sicherheit zu wähnen. "Die Pandemie ist noch nicht ausgestanden und wir dürfen auch nicht so tun, als sei sie vorbei. Wir erwarten noch die vielen Reiserückkehrer und auch die Delta-Virusvariante verbreitet sich weiter und ist gefährlicher als bisher bekannte Varianten. Deshalb müssen wir nachwievor sehr vorsichtig sein und für die Schutzimpfung werben", betonte Kuhne.