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06.10.2021

Mehr als 40.000 Euro für die Opfer der Flut

Beeindruckende Hilfsbereitschaft der Menschen im Nordwesten Brandenburgs: Bei der Spendenaktion des Landkreises Ostprignitz-Ruppin für die Opfer der Flutkastrophe im Westen Deutschlands sind bis jetzt (Stand: 6. Oktober 2021) genau 41.351,34 € eingegangen. Das gesammelte Geld wird in Absprache und mit Unterstützung des DRK-Kreisverbands Ostprignitz-Ruppin an zwei Projekte des Roten Kreuzes in den Kreisen Ahrweiler und Bitburg-Prüm gehen.

Landrat Ralf Reinhardt: „Die vielen Menschen, die in Ostprignitz-Ruppin gespendet haben, tragen mit ihren Spenden dazu bei, niedrigschwellige Angebote zu unterstützen, die dringend benötigt werden, um Kindern, Jugendlichen, Familien und Senio-ren dabei zu helfen, langsam wieder in den Alltag zurückzufinden sowie Erlebtes zu verarbeiten. Dafür möchte ich allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich danken.“

Folgende zwei Projekte in Rheinland-Pfalz sollen jeweils mit einer Hälfte der Spendensumme unterstützt werden:

Im Kreis Ahrweiler wird ein durch verschiedene Hilfsorganisationen unterstützter mobiler Beratungsbus im Flutgebiet angeboten, der die Beratung vor Ort ermöglicht. Der umgebaute Bus mit zwei Büros und einer Spielecke soll ein Jahr lang im Hochwassergebiet an der Ahr unterwegs sein - an fünf Tagen pro Woche von morgens bis nachmittags. Experten aus dem psychosozialen Bereich und der Jugendhilfe bieten Betroffenen ihre Hilfe an. Ihr Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, Familien und Senioren, die unter den Folgen der Flut seelisch leiden. Eine Diplompsychologin der DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ahrweiler, deren Erdgeschoss ebenfalls stark von der Flut betroffen ist, bietet täglich ihre Beratung im oben genannten mobilen Bus an. Die hauptsächliche Arbeit liegt darin, betroffenen Familien mit Kindern und Jugendlichen aktiv Unterstützung in Form von Gesprächen bzw. Beratung zu bieten, um eine mögliche posttraumatische Belas-tungsstörung frühzeitig zu erkennen. Außerdem geht es darum, den tatsächlichen Bedarf an psychologischer Unterstützung im Krisengebiet herauszufiltern.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm handelt es sich bei dem zu unterstützenden Projekt um ein Zentrum für Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungsangebote. Hier sollen Antragshilfen z.B. bei der Beantragung von Fördermitteln und sozialrechtlichen Leistungen erfolgen sowie die Vermittlung von Ansprechpartner:innen bei Versicherungen und Behörden. Ferner soll auch zu anderen Fachbereichen wie u.a. psychologische Begleitung vermittelt sowie Fahrdienste organisiert werden. Das Angebot soll nicht nur stationär, sondern auch mobil vorgehalten werden, um Menschen in besonderen Wohnlagen und in der Fläche im ländlichen Raum zu erreichen. Vor Ort wie auch mobil wird u.a. eine pädagogische Fachkraft als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. Zur Anschaffung des mobilen Beratungsbüros und zur personellen und sachlichen Ausstattung werden dringend Gelder benötigt, um den Menschen, die durch die Flut Verwandte, Bekannte, ihr Hab und Gut oder ihr Obdach verloren haben, unterstützen zu können.

Spenden für beide Projekte werden übrigens weiter gesammelt über das Konto der Kreisverwaltung:

Landkreis OPR

IBAN: DE59 1605 0202 1730 0054 50

Stichwort (unbedingt angeben): Flutopferhilfe 6699260

FlutBadNeuenahr

Nach der Flutkatastrophe in Bad Neuenahr im Juli 2021 (Kreis Ahrweiler)