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10.08.2026

Neue Angiografieanlage stärkt Schlaganfall- und Notfallversorgung am Universitätsklinikum

Wer in Nordwestbrandenburg einen akuten Gefäßverschluss oder eine schwere Blutung erleidet, braucht schnell eine spezialisierte Behandlung. Das Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg (ukrb) in Neuruppin hat für diese Fälle jetzt eine neue biplanare Angiografieanlage in Betrieb genommen.

In der vergangenen Woche wurde die neue Angiografieanlage am ukrb-Standort Haus Z offiziell eingeweiht. Landrat Ralf Reinhardt, ukrb-Geschäftsführer Alexander H. Lottis und Dr. Christian Frahm, Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg, vollzogen gemeinsam den Bandschnitt. Die Kosten für die Angiografieanlage betrugen 1.986.000 Euro. Für den erforderlichen Bau und Umbau des Angiografiebereichs sind zusätzlich rund 1,2 Millionen Euro angefallen.

"Mit dieser neuen Angiografieanlage investiert das ukrb gezielt in die medizinische Versorgung der Region. Die Kombination aus moderner Medizintechnik und den erforderlichen baulichen Voraussetzungen schafft langfristig bessere Bedingungen für spezialisierte und zeitkritische Behandlungen in Neuruppin", erklärte Alexander H. Lottis.

Was bedeutet die neue Technik für Patient:innen? Bei bestimmten Schlaganfällen kann ein Gefäßverschluss mit einem Katheter entfernt werden. Dieses Verfahren heißt mechanische Thrombektomie. Auch bei akuten Blutungen können Kathetereingriffe erforderlich sein. Die neue Anlage schafft dafür eine zusätzliche technische Grundlage direkt am Standort Neuruppin. Das System, eine ARTIS icono biplane, erzeugt während eines Eingriffs Bilder aus zwei frei wählbaren Perspektiven gleichzeitig. Das unterstützt die behandelnden Teams bei der Orientierung im Gefäßsystem. Ein erneutes Umpositionieren der Anlage ist dafür nicht erforderlich. Die Technik kann damit besonders bei komplexen und zeitkritischen Eingriffen hilfreich sein.

Neben klassischen Gefäßdarstellungen ermöglicht das System 3D-Rotationsaufnahmen und CT-ähnliche Schnittbilder direkt im Angiosaal. Diese zusätzlichen Bildgebungsfähigkeiten unterstützen die Planung und Kontrolle komplexer Gefäßbehandlungen. Zum Einsatz kommt die Anlage insbesondere bei der Schlaganfallbehandlung, anderen neurovaskulären Eingriffen, akuten Blutungen, Tumorembolisationen, außerdem auch bei weiteren Gefäßinterventionen am Körperstamm und den Extremitäten. Das neue Gerät erweitert damit die Behandlungsmöglichkeiten am Universitätsklinikum bei der interdisziplinären Notfallversorgung zusammen mit der Neurologie und der Gefäßchirurgie.

Landrat Ralf Reinhardt: "Diese Millioneninvestition ist wichtig für die Menschen in Ostprignitz-Ruppin. Im medizinischen Notfall zählt jede Sekunde – und dank der neuen Hightech-Anlage sichern wir eine hochspezialisierte Rettung direkt vor Ort und stärken nachhaltig die Qualität unserer regionalen Gesundheitsinfrastruktur, um Patientinnen und Patienten in schweren gesundheitlichen Krisen die bestmögliche Versorgung zu garantieren."

"Die Anlage unterstützt unser Team bei komplexen und zeitkritischen Gefäßeingriffen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das eine moderne technische Grundlage für spezialisierte Behandlungen direkt in Neuruppin", so Dr. Christian Frahm, Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg.

ukrb-Geschäftsführer Alexander H. Lottis, Chefarzt Dr. Christian Frahm und Landrat Ralf Reinhardt beim Banddurchschnitt für die neue Angiografieanlage in Neuruppin. © ukrb
ukrb-Geschäftsführer Alexander H. Lottis, Chefarzt Dr. Christian Frahm und Landrat Ralf Reinhardt beim Banddurchschnitt für die neue Angiografieanlage in Neuruppin. © ukrb

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