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Die berührende Dokumentation "Im Prinzip Familie" wurde am vergangenen Mittwoch im Hangar 312 in Neuruppin gezeigt – ein Film, der tief unter die Haut geht. Er begleitet Kinder, die nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können, und er stellt Menschen vor, die ihnen ein neues Zuhause, Halt und Perspektive geben. Regisseur Daniel Abma war persönlich vor Ort.  

Der Filmemacher stand nach der Vorführung im Rahmen des Hangar Film Clubs dem Publikum für Fragen zur Verfügung und berichtete, dass er bis heute in engem Kontakt mit den Kindern und Erzieher:innen aus dem Film steht. Diese Verbindung macht deutlich, dass die Geschichten nicht mit dem Abspann enden, sondern weitergelebt werden – mit all ihren Herausforderungen und kleinen wie großen Erfolgen. Auch Landrat Ralf Reinhardt war unter den Gästen und tauschte sich mit diesen über Themen wie die Bedeutung von Pflegefamilien und soziale Verantwortung aus. 

Daniel Abma hat sich ein brisantes Thema für seinen Dokumentarfilm, der jüngst mit dem deutschen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet wurde, ausgesucht: Es geht um fünf Kinder in der Vorpubertät, die gemeinsam in einer Wohngruppe leben. Zwischen Elternliebe, Bürokratie und Jugendamt geben eine Erzieherin und zwei Erzieher alles, um für diese jungen Menschen ein Zuhause zu schaffen, in einem Haus am See, umgeben von der Natur, wo sie zusammen leben. Neben der Organisation des täglichen familiären Alltags kümmern sie sich darum, dass die Jugendlichen regelmäßig zur Schule gehen, verhandeln mit Jugendämtern und setzen sich für die Rückkehr der Kinder in ihre Familien oder ein besseres Zuhause ein. "Im Prinzip Familie" gewährt über ein Jahr lang einen intimen Einblick in den Alltag der Kinder- und Jugendhilfe und richtet den Fokus auf die Menschen im Hintergrund, die Tag für Tag daran arbeiten, den Kindern das zu geben, was sie am meisten brauchen: Geborgenheit und jemanden, der auf ihrer Seite steht.

"Im Prinzip Familie" ist mehr als eine Dokumentation – er ist ein Appell an die Gesellschaft. Er erinnert daran, dass jedes Kind ein Recht auf Geborgenheit, Sicherheit und eine Zukunft hat. Und er zeigt, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die Verantwortung übernehmen, ob nun als Pflegeeltern, Fachkräfte oder im sozialen Umfeld.

Im Neuruppiner Hangar 312 wurde die bewegende Doku von Regisseur Daniel Abma (rechts neben Mitorganisator Arne Krohn und Landrat Ralf Reinhardt) gezeigt. Der Film begleitet Kinder, die nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können und zeigt die Menschen, die ihnen unter anderem Halt und ein neues Zuhause geben. © LK OPR
Im Neuruppiner Hangar 312 wurde die bewegende Doku von Regisseur Daniel Abma (rechts neben Mitorganisator Arne Krohn und Landrat Ralf Reinhardt) gezeigt. Der Film begleitet Kinder, die nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können und zeigt die Menschen, die ihnen unter anderem Halt und ein neues Zuhause geben. © LK OPR

26.01.2026 
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