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26.01.2026

MVZ-Pläne für Wittstock/Dosse: Gesundheitsministerin erkennt Fortschritte

Bei einem Treffen im Potsdamer Gesundheitsministerium ist heute über die Pläne für eine Poliklinik im Gebäude der ehemaligen Tuchfabrik in Wittstock/Dosse gesprochen worden. Gesundheitsministerin Britta Müller nannte den erneuten Austausch laut einer Pressemitteilung "sehr konstruktiv, sachlich und zielführend". Man habe Fortschritte erzielen können.   

An den Gesprächen nahmen unter anderem Landrat Ralf Reinhardt, Wittstocks Bürgermeister Dr. Philipp Wacker sowie Vertreter:innen der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), des Universitätsklinikums Ruppin-Brandenburg (ukrb) und der Krankenkassen teil.

Gesundheitsministerin Britta Müller erklärte nach dem Treffen: "Wir wollen die Gesundheit gemeinsam gestalten und die medizinische Versorgung in der Region Wittstock langfristig sichern. Dieses Ziel eint uns. Wittstock soll ein Leuchtturmprojekt für die regionale Gesundheitsversorgung werden. Allen Beteiligten ist bewusst, dass ein solch großes Vorhaben aber auch eine sorgfältige Vorbereitung erfordert. Unser Ziel ist es, ein langfristig tragfähiges Konzept zu entwickeln – hier gilt Sorgfalt vor Schnelligkeit. Wir werden ambulante und stationäre Angebote intelligent verzahnen. Das Angebot vom ukrb, in Wittstock ein neues Medizinisches Versorgungszentrum zu betreiben, liegt auf dem Tisch. Jetzt gibt es noch viele Details zu klären, insbesondere in Zusammenarbeit mit der KVBB und den Krankenkassen. Heute haben wir einen konkreten Fahrplan für die kommenden Wochen vereinbart. Eine Arbeitsgruppe wird jetzt die Details für ein wirtschaftliches Betreiberkonzept erarbeiten und bis Ende Februar Ergebnisse vorlegen. Das zeigt: Wir setzen den konstruktiven, fachlichen Austausch intensiv und mit Hochdruck fort. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon bald gemeinsam zu einer sehr guten und tragfähigen Lösung kommen werden.“  

Im vergangenen Jahr hatte die KMG-Klinikgruppe bekanntgegeben, dass der Krankenhaus-Standort in Wittstock/Dosse Ende 2026 geschlossen werden soll. Das hatte große Proteste ausgelöst und für eine Versunsicherung bei den Menschen in der Region gesorgt.

Das im ehemaligen Tuchfabrik-Gebäude geplante Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) könnte künftig die Lücken schließen, die mit dem Krankenhaus-Wegfall entstehen. In diesem Zusammenhang hatten im Dezember 2025 der Wittstocker Bürgermeister, die Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung sowie die Spitzen der dort vertretenen Fraktionen in einem an die KVBB gerichteten Memorandum gefordert, die für den Betrieb eines solchen Versorgungszentrums notwendigen Kassensitze zu genehmigen. Auch der Kreis- und Finanzausschusses des Kreistages hatte sich in einer Sondersitzung zum geplanten MVZ bekannt. Landrat Ralf Reinhardt schrieb zudem einen Brief an Ministerpräsident Dietmar Woidke, um seine Sorgen über die künftige Gesundheitsversorgung im Landkreis zum Ausdruck zu bringen.

Die Gespräche von Potsdam sieht Ralf Reinhardt positiv: "Wir stehen als Landkreis mit unserem Universitätsklinikum für nachhaltige Lösungen zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in unserer Region weiter zur Verfügung. Für die hierzu von allen Beteiligten gezeigten Bemühungen für die Menschen in unserem ländlichen Raum bin ich sehr dankbar. In einem konstruktiven Miteinander haben wir heute die Suche nach guten Lösungen konkretisiert und für die nächsten Wochen fest verabredet."  

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