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27.01.2026

Knappe Blutkonserven: Land ruft zur Blutspende auf

Grippewelle und Urlaubszeiten sorgen zu Beginn des Jahres für knappe Blutkonserven auch in Brandenburg. Regelmäßige Blutspender:innen müssen ihre Termine auf Grund von Infekten kurzfristig absagen oder vereisen in den Winterferien. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Blutspenden unverändert hoch – ob bei Operationen, nach Unfällen oder Schwangerschaften.

Aus diesem Grund ruft Gesundheitsministerin Britta Müller alle Brandenburger:innen jetzt – unmittelbar vor den Winterferien – zur Blutspende auf: "Wer Blut spendet, schenkt Hoffnung und rettet Leben. Das gilt das ganze Jahr über, besonders aber in den Wintermonaten, wenn Infekte und Urlaubszeiten dazu führen, dass viele Stammspenderinnen und -spender Termine kurzfristig absagen müssen. Aktuell sind Blutkonserven in allen Landesteilen äußerst knapp. Blut lässt sich nicht künstlich herstellen, umso mehr sind wir auf die Bereitschaft vieler Menschen zur Blutspende angewiesen. Wenn Sie sich fit und gesund fühlen, denken Sie an die, die auf diese Hilfe dringend angewiesen sind und gehen Sie zum Blutspenden. Nur so können wir die medizinische Versorgung sichern und vermeiden, dass lebenswichtige Operationen verschoben werden müssen. Jede einzelne Spende hilft!"

Nach Angaben des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost werden aktuell Spender:innen aller Blutgruppen dringend gesucht. Besonders hoch ist der Bedarf bei den Blutgruppen Null positiv und Null negativ.

Einige Blutpräparate haben nur eine kurze Haltbarkeit. Aus einer Blutspende können mehrere Blutpräparate gewonnen werden. Ein Erythrozytenkonzentrat, das die roten Blutkörperchen enthält (umgangssprachlich Blutkonserve), ist maximal 42 Tage lang haltbar. Die Thrombozyten (Blutplättchen) sind jedoch nur vier Tage lang einsetzbar. Denkbare Folgen von Engpässen wären die Verschiebung geplanter Operationen für einen längeren Zeitraum, sowie eine Gefährdung insbesondere von Krebspatient:innen während einer Chemotherapie.

Grundvoraussetzung für eine Blutspende ist die Volljährigkeit. Die sogenannte "Spendetauglichkeit" wird jeweils tagesaktuell bei einer ärztlichen Voruntersuchung geprüft.

Weitere Informationen unter https://www.blutspende-nordost.de/ oder https://www.haema.de/blutspende/.

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