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04.02.2026

Prignitz-Express: Bis März über Oranienburg nach Gesundbrunnen

Der Prignitz-Express (RE6) wird mindestens noch bis zum 6. März 2026 auf der Ausweichstrecke über Löwenberg und Oranienburg bis nach Berlin-Gesundbrunnen verkehren. Grund sind nach Angaben des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) die weiter andauernden Bahndamm-Sanierungsarbeiten auf der RE6-Stammstrecke im Raum Kremmen.

Eigentlich sollten die Sanierungsarbeiten an den Gleisen zwischen Neuruppin und Kremmen bis Anfang Februar 2026 abgeschlossen sein, doch das Winterwetter sorgt laut VBB für Verzögerungen beim Bauablauf. Deshalb können weiterhin erst mal keine Züge von Neuruppin über Kremmen bis nach Hennigsdorf fahren. 

Seit dem Beginn der Bauarbeiten im August 2025 fahren entlang der gesperrten Stammstrecke Ersatzbusse, die Züge des RE6 werden über Löwenberg und Oranienburg bis nach Gesundbrunnen umgeleitet. Damit besteht für Reisende zumindest weiter eine umsteigefreie Verbindung nach Berlin. Von Gesundbrunnen fahren unter anderem ICE-Fernzüge nach München und Stuttgart, auch die Anbindung an den Berliner Hauptbahnhof ist günstig.  

Aus Sicht des Landkreises OPR hat die alternative Linienführung den RE6 bisher zuverlässig und stabil fahren lassen. Durch die Zugbegegnungsstellen in Alt Ruppin und Herzberg (Mark) konnten viele Verspätungen aufgefangen werden, oftmals sind die Züge sogar vor den Fahrplanzeiten in Gesundbrunnen oder Neuruppin angekommen.

Nicht nur deshalb setzt sich Landrat Ralf Reinhardt für einen zusätzlichen Weiterbetrieb der Alternativroute auch nach Abschluss der Bauarbeiten an der RE6-Stammstrecke ein. Vor allem geht es darum, den dringend für die Region benötigten Halbstundentakt zwischen Neuruppin und Berlin zeitnah zu ermöglichen. 

"Die Stammstrecke über Kremmen wird realistisch betrachtet vor 2040 keine Direktverbindung nach Gesundbrunnen ermöglichen, da die sogenannte Hohenschöppinger Kurve auf den Berliner Außenring erst mit der S-Bahn-Verlängerung nach Velten Mitte der 2030er Jahre gebaut werden wird und am Karower Kreuz Engpässe bestehen. Den schon heute dringend benötigten Halbstundentakt ermöglichen würde dann die Verlängerung der Regionalbahn RB 55 von Kremmen nach Neuruppin in Verbindung mit der bisherigen Alternativstrecke über Löwenberg. Dies brächte dann auch endlich für Wustrau-Radensleben den Stundentakt und auch Beetz-Sommerfeld könnte ihn mit Direktverbindung über Hennigsdorf, Spandau nach Charlottenburg erhalten. Für alle Pendler in Richtung Hennigsdorf/Tegel bliebe die gewohnte Verbindung sogar zuverlässiger als bisher bestehen", erläutert der Landrat.

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