Bahnstrecke Hamburg-Berlin: Landrat Ralf Reinhardt fordert Ausgleichsmaßnahmen und Verbesserungen
Die wichtige Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin bleibt länger gesperrt als geplant. Ursprünglich sollte die Strecke am 30. April dieses Jahres wieder in Betrieb gehen. Laut Deutscher Bahn verzögert sich der Abschluss der Streckensanierung aufgrund des kalten Wetters nun aber auf unbestimmte Zeit. Landrat Ralf Reinhardt reagiert mit großer Sorge.
Wie die Deutsche Bahn mitteilt, sei die Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Hamburg und Berlin zum 30. April 2026 nicht zu halten. Die Böden seien teilweise sehr tief gefroren, was beispielsweise die Verlegung neuer Signalkabel auf der rund 280 Kilometer langen Strecke verzögere. Erst Mitte März 2026 will die Bahn einen neuen Zeitplan für die laufende Generalsanierung vorlegen. Von der Bahnsperrung betroffen sind nicht nur Fernreisende, sondern auch zahlreiche Pendler:innen in der Region, da unter anderem die Bahnverbindungen für Neustadt (Dosse) und Breddin mit dem RE8 sowie die Anbindung von Wittenberge mit dem RE6 (Prignitz-Express) weiter entfallen. Ersatzweise fahren Busse.
Der Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt, sieht in der nun noch länger andauernden Sperrung der "Hamburger Bahn" vor allem eine "mehr als frustrierende Nachricht für alle Berufspendler, aber auch für viele Touristen und Gäste in unserer Region, da die Verlängerung der Sperrung genau in den für viele wichtigen Saisonbeginn fällt. Dadurch ist es nahezu unmöglich, für diese Zeit Reisen oder Urlaub zu planen."
Außerdem fordert Landrat Ralf Reinhardt Bund, Land und die Bahn auf, sich Gedanken darüber zu machen, wie Fahrgäste nach der fast einjährigen Streckensperrung entschädigt und zurückgewonnen werden könnten.
"Das Angebot für Bahnreisende muss ganz eindeutig verbessert werden. Dazu gehören aus meiner Sicht mindestens mehr Fernverkehrshalte in Wittenberge, aber auch endlich stündliche Verbindungen in Richtung Schwerin im Regionalverkehr. Außerdem muss der Ersatzverkehr bedarfsgerechter gestaltet werden, indem beispielsweise die Busse nicht leer mit fünf Minuten Abstand hintereinander herfahren, sondern in einem sinnvollen Taktabstand - selbstverständlich jetzt ohne weitere Kostenbeteiligung des Landes und damit zulasten unserer Regionalverkehrsbudgets", so der Landrat.