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13.03.2026

Newcastle-Krankheit -die Geflügelpest der anderen Art

Die Newcastle-Krankheit (Newcastle Disease, ND) ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit bei Vögeln, die bisher bei 240 Vogelarten nachgewiesen wurde. In der Geflügelhaltung sind insbesondere Hühner und Puten betroffen. 

Zusätzlich zur sogenannten Geflügelpest oder Vogelgrippe (Hochpathogene Aviäre Influenza) breitet sich der Newcastle-Erreger, ein Virus das bei den Tieren ähnliche Symptome wie die Geflügelpest hervorruft, auch in Brandenburg immer weiter aus. Mittlerweile sind dort vier Geflügelhaltungen betroffen – sowohl Betriebe mit einer großen Anzahl an Tieren, aber auch Kleinsthalter:innen. Der hierbei auftretende Genotyp VII.1. kommt derzeit insbesondere in Osteuropa, u.a. in Polen und Tschechien vor.

Folgende Krankheitszeichen für ein akutes Geschehen können bei Vögeln, die sich mit dem Newcastle-Virus infiziert haben, auftreten:

-          Atemstörungen

-          Durchfall

-          im späteren Krankheitsverlauf auch Lähmungen, zentralnervöse Störungen mit Kopfschiefhaltung.

Der Tod der Tiere tritt nach einer Ansteckung innerhalb von drei bis sieben Tagen ein und kann insbesondere bei jüngeren Tieren hundert Prozent der Herde treffen. Es können aber auch mildere Verläufe der ND mit unspezifischen Krankheitszeichen auftreten. So zeigen Wasservögel in der Regel kaum klinische Anzeichen bei einer ND-Infektion.

In Deutschland gilt seit den 1990er Jahren eine Impfpflicht für Hühner und Puten gegen die Newcastle-Krankheit – unabhängig von der Bestandgröße. Also ist auch der Hobbyhalter mit bspw. vier Hühnern, einem Hahn oder gegebenenfalls der Nachzucht von Küken in der Pflicht, seine Tiere impfen zu lassen. Auch ältere Tiere, insbesondere über ein Jahr alt, müssen nachgeimpft werden.

Sprechen Sie daher mit Ihren Tierärzt:innen vor Ort, um der Umsetzung der Impfpflicht nachzukommen.

Darüber hinaus sollten die Biosicherheitsmaßnahmen in der Geflügelhaltung überprüft werden, die das Risiko eines Ein- und Austrags des Virus senken. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Kontrolle von Personenkontakten bzw. dem Austausch von Gegenständen gelegt werden. Denn die Infektion der Tiere kann durch direkten oder indirekten Kontakt (Käfige, Stalleinrichtung, Staub, Schuhe, Kleidung) übertragen werden. Das ND-Virus wird in hohen Mengen über die Körpersekrete und den Kot erkrankter Tiere ausgeschieden. Auch Eier können betroffen sein.

Eine ND-Infektion von Menschen ist sehr selten, aber möglich. Zumeist bleibt diese dann lokal auf eine Bindehautentzündung beschränkt.

Weitere Informationen zur Newcastle-Krankheit finden Sie hier: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/newcastle-krankheit-nd/

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