Der Landrat schloss sich dabei der illustren Wandergruppe um Natur- und Landschaftsführer Günter Lutz aus Wittstock/Dosse an, die vom Parkplatz Neuglienicke aus startete. Auf der etwa sieben Kilometer langen Strecke ging es auf ausgeschilderten Naturwegen durch die Heidelandschaft, die teilweise noch die verkohlten Spuren des letzten Heidebrandes aufwies. Bei diesen in den kühleren Monaten kontrolliert durchgeführten Bränden wird, so erläuterte es Günter Lutz seinen interessiert zuhörenden Gästen bei einer der kurzen Pausen, die Heide jung gehalten. Überalterte und stark verholzte Heidesträucher brennen nieder und das Keimen junger Heidepflanzen wird mit dieser feuerökologischen Pflegemaßnahme gefördert.
Übrigens: Die Kyritz-Ruppiner Heide, Teil des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land, zählt auch zu den dunkelsten Flächen Deutschlands. Natürlich nicht tagsüber, aber nachts lassen sich hier bei klarem Himmel besonders gut die Sterne und andere spannende Erscheinungen beobachten. Vor wenigen Monaten erfolgte folgerichtig und nach entsprechender Vorbereitung die Zertifizierung als Internationaler Sternenpark. Auch die ersten drehbaren Beobachtungsliegen aus Holz wurden bereits am Heideturm auf dem Sielmannhügel, dem Wahrzeichen der Heide, installiert. Angrenzende Dörfer bemühen sich zudem aktiv, die Lichtverschmutzung in ihren Bereichen in engen Grenzen zu halten.
Insgsamt drei Wandergruppen waren in diesem Jahr beim traditionellen Anwandern unterwegs, um sich dann gegen Ende sternförmig zunächst am Heideturm und schließlich am offiziellen Zielpunkt, dem Wanderparkplatz in Pfalzheim, zu treffen. Neben dem Landrat waren unter anderem auch der neue Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land, Dr. Sven Rannow, samt Vierbeiner mit von der Partie, ebenso sein langjähriger Vorgänger im Amt, Dr. Mario Schrumpf. Die längste Wanderstrecke legte die Gruppe von Heidelauf-Organisator Olaf Wolff zurück, die am Bahnhof in Netzeband frühmorgens gestartet war und nach ca. 13 Kilometern Pfalzheim erreichte. Eine weitere Gruppe war in Rossow an der Kirche losgelaufen (8,5 Kilometer).
Am Wanderparkplatz Pfalzheim waren dann erst mal eine ordentliche Stärkung sowie geselliges Beisammensein angesagt. Die Land- und Sportfrauen aus Rägelin zauberten wunderbar leckeren Kuchen (der mit Pflaume war besonders gut!) auf die Tische, außerdem gab es feine Bratwürste und zur Erfrischung Mineralwasser der Rheinsberger Preussenquelle. An dieser Stelle auch nochmal ein großes Dankeschön für die tatkräftige Unterstützung!
Während für den ein oder anderen Teilnehmenden des Anwanderns, das von der Geschäftsstelle der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) "Kyritz-Ruppiner Heide", ansässig bei der REG Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg mbH in Neuruppin, prima organisiert wurde, in Pfalzheim Schluss war, ging es für einige Wander:innen wieder zu Fuß zurück zu den jeweiligen Startpunkten.
Bleibt nur noch eines nach diesem wunderbaren Tag zu wünschen, nämlich ein erfolgreiches Wanderjahr mit vielen schönen Kilometern, insbesondere beim regionalen Saisonhöhepunkt, dem (leider schon ausgebuchten) Fontane-Wandermarathon am 12. September 2026, dann rund um Rheinsberg.