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24.04.2026

Polizei informiert über die Kriminalstatistik für den Landkreis OPR

Im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs haben die Polizeidirektion Nord und die Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin auf das zurückliegende Jahr geblickt. Teilnehmende des Gesprächs waren unter anderem Vertreter:innen der Kreisverwaltung, der Städte, Ämter und Gemeinden, der Freiwilligen Feuerwehren, des Staatlichen Schulamtes sowie des Kreistages.

Wie die Polizei betont, werden bei der voröffentlichten Kriminalstatistik nur die ihr bekannt gewordenen und durch sie endbearbeiteten Straftaten abgebildet. Eine statistische Erfassung erfolgt erst bei Abgabe der Fälle an die Staatsanwaltschaft. Es handelt sich demnach um Straftaten im so genannten "Hellfeld". Deshalb kann die Kriminalstatistik kein exaktes Spiegelbild der Kriminalitätswirklichkeit widergeben, weil nicht bekannt gewordene Straftaten darin nicht enthalten sind.

Nach einem hohen Anstieg der Fallzahlen des Jahres 2023 und dem starken Rückgang 2024, wurde bei der Kriminalität im Landkreis OPR im vergangenen Jahr ein geringer Anstieg verzeichnet. Es wurden im Berichtsjahr 2025 von den 7.206 erfassten Fällen (7.146 im Jahr 2024) 4.379 von der Polizei aufgeklärt. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 60,8 Prozent. Im Land Brandenburg liegt dieser Wert bei 57,7 Prozent. In der Gesamtbetrachtung spiegelt sich der leichte Anstieg der Fallzahlen laut Polizei in mehreren Bereichen wider, lässt aber keine Rückschlüsse auf einen bestimmten Schwerpunkt zu. Tatverdächtige von Körperverletzungen haben wie im Jahr 2024 etwa ein Viertel (745 / 24,3 Prozent) der gesamten ermittelten Personen ausgemacht. 552 davon sind Erwachsene, 193 Personen unter 21 Jahre. 

Bei Diebstahlshandlungen wurden insgesamt 491 Täter:innen und bei Beleidigungen 432 Personen ermittelt. Beleidigungen sowie Diebstahl- und Körperverletzungsdelikte machen 54 Prozent aller ermittelten Tatvedächtigen aus. Der Anteil der ermittelten nichtdeutschen Täter:innen lag 2025 bei insgesamt 17,4 Prozent (533 Personen) und ist auch im Vergleich mit dem Jahr 2024 erneut leicht rückläufig (18 Prozent). 

Wie bereits im Vorfeld des Sicherheitsgesprächs bekannt wurde, sind aus Sicht der Polizei in Zusammenhang mit Übergangswohnheimen für Geflüchtete im Landkreis OPR keinerlei Auffälligkeiten festzustellen.

Der Großteil der Opferzahlen findet sich bei den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, wie zum Beispiel Körperverletzungen, wieder. Hier sind 1.272 Erwachsene unter den insgesamt 1.691 Opfern. Bei der häuslichen Gewalt hat es mit 329 Straftaten einen leichten Anstieg gegeben. Die Zahl der Fälle mit gefährlicher bzw. schwerer Körperverletzung ist in diesem Zusammenhang zwar rückläufig, aber immer noch zu hoch. Häusliche Gewalt beinhaltet alle Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt und umfasst (inner-)familiäre sowie partnerschaftliche Gewalt. Sie ist nicht an die Tatörtlichkeit Wohnung gebunden.

Einen weiteren Bereich in der Statistik der Polizei betrifft das Unfallgeschehen. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 3.229 Verkehrsunfälle gegenüber 3.160 im Jahr 2024. Ein Mensch kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Etwa ein Drittel der Verkehrsunfälle sind weiterhin Zusammenstöße mit Wildtieren.

Im Rahmen des Sicherheitsgesprächs wurde auch über die Arbeit des polizeilichen Sachgebiets Prävention berichtet. Die Mitarbeitenden der Prävention leisten einen bedeutenden Beitrag in der Aufklärung und Beratung, um Straftaten zu verhüten und der Bevölkerung ein gesetzeskonformes Verkehrsverhalten zu vermitteln. So wurde beispielsweise das Themenfeld des Politischen Extremismus neu in das Angebot der Prävention aufgenommen. Angesprochen werden alle Altersgruppen. Es finden individuelle, anlassbezogene Beratungen, aber auch Gespräche in öffentlichen Einrichtungen und Vorstellungen bei Festen und Veranstaltungen statt. Gerne werden Codierungen und damit zum Beispiel die polizeiliche Registrierung von Fahrrädern von Bürger:innen oder Firmen angenommen. Zur Präventionsarbeit der Polizei gehören unter anderem Programme für Senior:innen, die mit dem Amt für Bildung und der ORP durchgeführte Busschule, aber auch die Radfahrprüfung in den 4. Klassen der Grundschulen im Landkreis OPR.

Im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs haben der Leiter der Polizeiinspektion OPR, Erik Herrmann, sowie der Leiter der Polizeidirektion Nord, Frank Storch, über die Statistik für das Jahr 2025 informiert. Neben Landrat Ralf Reinhardt nahmen unter anderem auch Vertreter:innen der Kommunen an dem Gespräch in Neuruppin teil. © LK OPR
Im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs haben der Leiter der Polizeiinspektion OPR, Erik Herrmann, sowie der Leiter der Polizeidirektion Nord, Frank Storch, über die Statistik für das Jahr 2025 informiert. Neben Landrat Ralf Reinhardt nahmen unter anderem auch Vertreter:innen der Kommunen an dem Gespräch in Neuruppin teil. © LK OPR

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