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13.05.2026

Abenteuer und Entschleunigung: Zu Besuch beim Unternehmen Inselkind in Lindow (Mark)

Auf der Insel Werder in Lindow (Mark) ist in den vergangenen Jahren ein außergewöhnlicher Ort entstanden. Diesen besuchten gemeinsam Landrat Ralf Reinhardt, Amtsdirektor Karsten Rottstädt, Stefan Schacht und Friederike Conrads vom Unternehmen Inselkind sowie Steffen Müller und Maximilian Decker von der REG Nordwestbrandenburg mit der MS Dorothee.

Die Insel Werder, inmitten des Gudelacksees gelegen, ist eine der größten Binneninseln Brandenburgs. Seit dem Erwerb der Insel durch Stefan Schacht im Jahr 2007 entwickelt sich das Gelände Schritt für Schritt zu einem Rückzugsort für Abenteuertourismus, Naturerlebnis und bewusste Entschleunigung.

Fernab von städtischer Hektik setzt das Konzept bewusst auf Einfachheit. Besucher:innen übernachten in robusten Baumwollzelten, die dank ihrer Materialeigenschaften ein angenehmes Innenklima bieten. Die großzügige Innenhöhe und die bereitgestellten Betten und Matratzen für sorgen für Komfort – lediglich ein Schlafsack muss selbst mitgebracht werden. Strom sucht man hier vergeblich, was Teil des Konzepts ist: Reduktion auf das Wesentliche. Ein besonderes Highlight ist das selbstentworfene Bienenbett. Über den summenden Bienenstöcken ist das Bienenbett auf der Insel ein außergewöhnlicher Ort und ein auf besondere Weise unvergessliches Erlebnis.

Auch die Infrastruktur auf der Insel bleibt bewusst minimalistisch. Eine Kochstelle, Wasserzugang und einfache Sanitärlösungen bilden die Grundlage. Der Sanitärbereich besteht aus zwei Komposttoiletten, ergänzt durch einen Waschplatz. Für die Körperpflege steht zudem der umliegende See zur Verfügung – selbstverständlich unter Verwendung ökologisch abbaubarer Waschlotionen.

Das Angebot richtet sich an eine vielfältige Zielgruppe. Schulklassen nutzen die Insel ebenso wie Menschen, die gezielt die Ruhe suchen. Die Aufenthaltsdauer variiert zwischen zwei Nächten und bis zu einer Woche. Besonders im Bildungsbereich gewinnt der Standort an Bedeutung: Naturverbundenheit wird hier aktiv vermittelt, insbesondere an Kinder und Jugendliche.

Ein weiterer Bestandteil des Konzepts ist die Zusammenarbeit mit der Salus Klinik vor Ort. Praktikant:innen der Einrichtung, die sich am Seeufer befindet, absolvieren auf der Insel Arbeitseinsätze, die in therapeutische Programme eingebunden sind. So verbindet das Projekt Naturerfahrung mit sozialem und gesundheitlichem Engagement.

Bei einem Rundgang über das Gelände gab es die Möglichkeit für die Gäste, das Projekt Inselkind zu erleben und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Denn es gibt konkrete Pläne: Der Bau eines festen Hauses ist vorgesehen. Dieses soll sowohl sanitäre Einrichtungen als auch Unterkünfte für Betreuer:innen sowie einen Gemeinschaftsraum umfassen. Auch hier bleibt die behutsame Entwicklung maßgeblich – ein massentouristischer Ort soll jedenfalls nicht entstehen.

Landrat Ralf Reinhardt lobte bei den Gesprächen auf der Insel unter anderem die konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Amt Lindow (Mark) und dem Unternehmen Inselkind. Durch die nachhaltige Entwicklung und den behutsamen Umgang mit der Insel ist die Akzeptanz für das Projekt sehr groß.

Landrat Ralf Reinhardt, Steffen Müller (Geschäftsführer der REG Nordwestbrandenburg), Friederike Conrads (Inselkind), Karsten Rottstädt (Amtsdirektor des Amtes Lindow) und Stefan Schacht (Inselkind) bei der Überfahrt zur Insel Werder an Bord der MS Dorothee. © Maximilian Decker / REG
Landrat Ralf Reinhardt, Steffen Müller (Geschäftsführer der REG Nordwestbrandenburg), Friederike Conrads (Inselkind), Karsten Rottstädt (Amtsdirektor des Amtes Lindow) und Stefan Schacht (Inselkind) bei der Überfahrt zur Insel Werder an Bord der MS Dorothee. © Maximilian Decker / REG

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