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Vor dem Hintergrund anhaltender und neuer Probleme beim RE 6 ("Prignitz-Express") und einer damit verbundenen schlechten Betriebsqualität, hat sich Landrat Ralf Reinhardt an Landesverkehrsminister Robert Crumbach gewandt und Kritik an den Verantwortlichen geübt. 

In einem Schreiben an den Minister kritisiert der Landrat den von zahlreichen Verspätungen und Ausfällen geprägten Zugverkehr, insbesondere nachdem der RE 6 seit 1. Mai 2026 wieder auf seiner Stammstrecke über Kremmen nach Hennigsdorf verkehrt und nicht mehr auf der bei vielen Fahrgästen beliebten Alternativroute über Löwenberg und Oranienburg bis nach Berlin Gesundbrunnen.

Landrat Ralf Reinhardt: "Es wird einmal mehr signifikant deutlich, wie viel stabiler und verspätungsärmer der Zugbetrieb über Löwenberg gelaufen ist. Es ist umso bedauerlicher, dass sich vor allem der VBB gegen alle Vernunft sperrt und auf einem Zugbetrieb beharrt, der seit 25 Jahren seine Unzulänglichkeiten fast jeden Tag auf unzureichender Infrastruktur beweist und sich Alternativen verschließt. Wer etwas nicht will, wird immer Gründe finden, dass es nicht geht."

Darüber hinaus äußert der Landrat großes Unverständnis über die Nichtberücksichtigung seines Vorschlags an die Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn, die DB InfraGO AG, den Ausbau des RE 6-Halts Wustrau-Radensleben zu einem Kreuzungsbahnhof vorzuziehen, um zumindest eine durchschnittliche Betriebsqualität beim RE 6 herzustellen. Einen solchen Kreuzungsbahnhof gibt es beispielsweise bereits seit einigen Jahren in Dossow bei Wittstock/Dosse. Ein Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau in Wustrau-Radensleben, der den gleichzeitigen Halt zweier Züge und damit ein Ausweichen ermöglichen würde, liege bestandskräftig vor. Es könne also relativ bald mit den Bauarbeiten begonnen werden, so Landrat Ralf Reinhardt. Umso enttäuschender sei es, dass dieser Vorschlag trotz der bekannten Verspätungsprobleme mit dem RE 6 bisher keine Berücksichtigung gefunden habe.

Landrat Ralf Reinhardt hat angekündigt, das Thema bei einem Treffen mit Verkehrsminister Robert Crumbach Anfang kommender Woche erörtern zu wollen. 

Aktuell sorgt eine größere Störung beim RE 6 für weiteren Unmut. Bis voraussichtlich 28. Mai 2026 fallen alle Züge zwischen Hennigsdorf und Kremmen in beiden Richtungen aus. Grund sind nach Angaben der DB Regio Nordost Reparaturarbeiten an der Strecke. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet worden.

Ein Zug der Linie RE 6, hier bei seinem Halt im Berliner Bahnhof Gesundbrunnen, der während der Bauarbeiten auf der RE 6-Stammstrecke zwischen Neuruppin und Hennigsdorf vorübergehend angefahren wurde. © LK OPR
Ein Zug der Linie RE 6, hier bei seinem Halt im Berliner Bahnhof Gesundbrunnen, der während der Bauarbeiten auf der RE 6-Stammstrecke zwischen Neuruppin und Hennigsdorf vorübergehend angefahren wurde. © LK OPR


20.05.2026 
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