Baumpflanz-Challenge: Umweltministerin und Landrat pflanzen gemeinsam Flatterulmen
Enno Rosenthal vom Waldbauernverband Brandenburg e.V. erläuterte bei der Pflanzung der Bäume an der sogenannten "Ministerschonung im Revier Pfefferteich" den Hintergrund der Aktion. Die Challenge soll an die Einsätze der Feuerwehren bei Waldbränden erinnern und diesen Einsatz entsprechend würdigen. Zugleich sollen die Flatterulmen deutlich machen, wie wichtig eine Durchmischung des Waldes ist, um ihn besser vor negativen Umwelteinflüssen zu schützen und das Risiko von Waldbränden zu reduzieren.
Der Waldbauernverband Brandenburg e.V., der auch Träger der Waldbauernschule ist, sei bei dem notwendigen Waldumbau vom Nadel- hin zu einem Mischwald ein wichtiger Partner, betonte Umweltmininisterin Hanka Mittelstädt. Brandenburg ist stark durch private Waldbesitzer geprägt, rund 60 Prozent der gesamten Waldfläche befinden sich in Privatbesitz. Landrat Ralf Reinhardt wies darauf hin, dass der Waldbrandschutz von zentraler Bedeutung für den Landkreis OPR sei und dafür auch viel investiert werde.
Die "Ministerschonung im Revier Pfefferteich" in der Ortslage Waisenkrug wurde übrigens so benannt, weil im Oktober 2016 bereits Brandenburgs LandwirtschaftsministerJörg Vogelsänger und acht Jahre später Umweltminister Axel Vogel an dieser Stelle Bäume pflanzten. Letzterer setzte eine Winterlinde als Baum des Friedens für die Forstbetriebsgemeinschaft Buchenhaus.
Den Impuls für die jüngste Challenge-Idee an der "Ministerschonung" hatte der Temnitzer Amtsdirektor Thomas Kresse bereits im vergangenen Jahr gegeben, als er selbst einen Baum im Rahmen der Veranstaltung "Stabilisierung des Kleinprivatwaldes im Klimawandel" am großen Stern im Wald bei Frankendorf pflanzte. Laut Challenge-Regeln musste er nun einen neuen Paten für eine Baumpflanzung nominieren, und entschied sich dabei für Landrat Ralf Reinhardt als untere Katastrophenschutzbehörde und Umweltministerin Hanka Mittelstädt, die beide nunmehr ihrer "Pflicht" nachgekommen sind.