30 Jahre Personalkostenförderung in der Kinder- und Jugendsozialarbeit: Landkreis setzt Zeichen für junge Menschen
Im Rahmen des Fachkräftetreffens der Jugendförderung in Neuruppin hat der Landkreis Ostprignitz-Ruppin die Bedeutung der Kinder- und Jugendhilfe hervorgehoben und gleichzeitig an ein besonderes Jubiläum erinnert, nämlich 30 Jahre Personalkostenförderung in der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Schulsozialarbeit.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung im Amt für Familien und Jugend stand das Thema "Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Blick – Entwicklung einer Landkarte des Handelns der Professionen". Fachkräfte aus dem Bereich der Jugendförderung, Schulpsycholog:innen, Kinder- und jugendpsychiatrischer Dienst des Landkreises OPR sowie weitere Fachkräfte tauschten sich darüber aus, wie junge Menschen bei psychischen Belastungen noch besser unterstützt werden und bestehende Hilfen stärker miteinander vernetzt werden können.
Der Landkreis würdigte dabei ausdrücklich die Arbeit der Fachkräfte vor Ort, wie dies auch die Leiterin des Amtes für Familien und Jugend, Kristina Borrock, in ihrer Rede vor den Teilnehmenden verdeutlichte: "Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Entwicklung junger Menschen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region. Ihre Arbeit schafft Perspektiven, stärkt Teilhabe und wirkt präventiv dort, wo Unterstützung besonders wichtig ist. Dafür möchten wir Ihnen und Euch danken."
Zugleich wurde auf die Entwicklung der Personalkostenförderung seit 1996 zurückgeblickt. Während damals 13 Stellen gefördert wurden, unterstützt das Land Brandenburg heute 35 Stellen im Landkreis OPR. Einen wesentlichen Teil der Finanzierung tragen jedoch seit vielen Jahren der Landkreis und die Kommunen.
Mit dem Jugendförderplan 2026–2027 baut der Landkreis OPR die Stellenförderung trotz einer angespannten Haushaltslage weiter aus. Die Zahl der geförderten Vollzeitäquivalente steigt von bislang 49,775 auf insgesamt 57,35. Eine sich lohnende und wichtige Anstrengung, betont auch Landrat Ralf Reinhardt: "Damit werden die Angebote der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Schulsozialarbeit in unserem Landkreis weiter gestärkt und die Unterstützung junger Menschen nachhaltig abgesichert. Mit dieser Entscheidung setzt unser Landkreis ein klares Zeichen für Prävention, Verlässlichkeit und die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen."
Das Fachkräftetreffen bot zugleich Gelegenheit, auf drei Jahrzehnte erfolgreicher Förderung zurückzublicken und das Jubiläum zumindest ein wenig zu feiern. Als kleine Überraschung der Jugendförderung und als symbolisches Zeichen der Anerkennung gab es für alle Gäste vor der Mittagspause ein großes Stück von der extra vorbereiteten und sehr leckeren "30-Jahre-Torte".