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Mit Redebeiträgen und niedergelegten Blumen am Tatort im Neuruppiner Rosengarten ist an den gewaltsamen Tod von Emil Wendland am 1. Juli 1992 erinnert worden. Mehrere Neonazis hatten den auf einer Parkbank liegenden Wendland angegriffen und getötet. 2012 wurde an dem Ort des Verbrechens eine Gedenktafel errichtet.  

Die stellvertretende Bürgermeister von Neuruppin, Daniela Kuzu, betonte in ihrer Ansprache, dass die Tat zur Geschichte der Stadt gehöre und dazu verpflichte, aufmerksam zu bleiben gegenüber rechter Gewalt, Hass und jeder Form von Menschenfeindlichkeit. "Gedenken ist niemals nur Rückblick. Gedenken stellt immer auch eine Frage an die Gegenwart: Wie gehen wir heute miteinander um? Wen sehen wir? Wen übersehen wir? Wem geben wir Schutz, Stimme und Würde?", sagte Daniela Kuzu und machte deutlich: "Für Hass und Menschenverachtung gibt es keinen Platz in Neuruppin!". 

Julica Norouzi von der Koordinations- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis OPR sagte, Gedenken bedeute weit mehr als das Niederlegen von Blumen oder das Halten einer Schweigeminute. "Wenn wir heute Emil Wendland gedenken, dann erneuern wir auch ein Versprechen. Das Versprechen, dass rechte Gewalt niemals normal werden darf. Das Versprechen, dass Menschenwürde unteilbar ist", erklärte Julica Norouzi. Erinnerung allein könne die Welt nicht verändern, aber Erinnerung könne uns verändern, und damit die Welt in kleines Stück besser machen und die Hoffnung am Leben erhalten, dass sich Geschichte nicht wiederholt.

In Neuruppin ist an die Ermordung von Emil Wendland erinnert worden. Neonazis hatten den auf einer Parkbank im Rosengarten liegenden Mann vor 34 Jahren angegriffen und getötet. © LK OPR
In Neuruppin ist an die Ermordung von Emil Wendland erinnert worden. Neonazis hatten den auf einer Parkbank im Rosengarten liegenden Mann vor 34 Jahren angegriffen und getötet. © LK OPR

01.07.2026 
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