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Mit dem bunten Schriftzug "Respekt", der sich über die gesamte Fahrzeuglänge erstreckt, macht die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) ab sofort an Bussen auf eine Kampagne aufmerksam, die für mehr Freundlichkeit und Respekt im Alltag eintritt. Auch innerhalb des kreiseigenen Unternehmens wird das wichtige Thema angegangen.

Drei Busse der ORP sind mit dem neuen "Respekt"-Schriftzug beklebt worden. Darüber hinaus machen Sätze wie "Ein Danke macht den Tag leichter – Für alle", "Respekt beginnt im Alltag" oder "Respekt steigt zuerst ein" deutlich, um was es geht, nämlich um mehr Höflichkeit, Miteinander und eine Sensibilisierung für ein gegenseitiges Verständnis zwischen Fahrgästen und Mitarbeitenden der ORP. Auch auf Monitoren in den Bussen soll der Respektgedanke hervorgehoben und für Empathie im Alltag geworben werden, außerdem werden Postkarten mit diesen Botschaften verteilt.

Vanessa Berndt, die das Gemeinschaftsprojekt bei der ORP betreut, erläutert die Hintergründe: "Wir wollen mit der Kampagne die klare Botschaft aussenden, dass uns nur ein Miteinander und keinesfalls ein Gegeneinander im Alltag weiterbringt, ob nun im Bus oder an den Haltestellen. Auch in unserem Unternehmen sehen wir Verbesserungsbedarf, etwa bei den Kompetenzen der Mitarbeitenden in der Konfliktbearbeitung. Es geht uns darum, nicht nur über die Probleme zu reden, sondern sie auch konkret bei den betrieblichen Abläufen und in der Kommunikation sichtbar zu machen. Gespräche und Workshops sollen helfen, uns weiter zu verbessern."

Ausgelöst hatte die nun gestartete Kampagne "Miteinander & Respekt" ein rassistischer Zwischenfall in einem ORP-Bus, an dem junge Fahrgäste im Herbst vergangenen Jahres beteiligt waren. Dieser wurde zum Anlass genommen, das Thema gemeinsam mit der Kreisverwaltung und weiteren Beteiligten zu erörtern. "Wir haben uns an einen Tisch gesetzt und dabei schnell festgestellt, dass etwas passieren muss. Ein gutes Miteinander und ein vernünftiger Umgang müssen in den Vordergrund gerückt und gestärkt werden", betont Anke Somschor, Leiterin des Amtes für Bildung und zuständig unter anderem für die Beförderung von Schüler:innen im Landkreis OPR.

Unterstützt und begleitet wird dabei der innerbetriebliche Entwicklungsprozess bei der ORP durch das kostenlos vom Land Brandenburg bereitgestellte Angebot des Büros für Integration und Toleranz (BIT) | Tolerantes Brandenburg der RAA Brandenburg sowie das Mobile Beratungsteam von Demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung.

Beteiligt ist zudem die Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie des Landkreises OPR. Koordinatorin Julica Norouzi: "Respekt beginnt im Alltag – oft schon mit einem freundlichen Blick, einem höflichen Wort oder der Bereitschaft, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Genau dort setzt die gemeinsame Kampagne an. Sie macht deutlich, dass Demokratie nicht nur in politischen Entscheidungen stattfindet, sondern vor allem im täglichen Umgang miteinander. Wenn wir einander mit Offenheit, Rücksicht und Zivilcourage begegnen, stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt – im Bus und weit darüber hinaus."

Allerdings soll das Thema Respekt nicht allein auf das Verhalten im Umfeld öffentlicher Verkehrsmittel beschränkt bleiben. Julica Norouzi fügt hinzu: "Unser Wunsch ist es, die innerbetriebliche, demokratische Entwicklung auch auf andere Gesellschaften und Bereiche des Landkreises auszuweiten. Ohne ein respektvolles Miteinander funktioniert Demokratie nicht. Deshalb ist es so wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und nicht die Augen zu verschließen."

Für mehr Respekt und Miteinander wirbt eine neue Kampagne an und in ORP-Bussen. © LK OPR
Für mehr Respekt und Miteinander wirbt eine neue Kampagne an und in ORP-Bussen. © LK OPR

16.07.2026 
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