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11.08.2026

Geschichten aus der Tonne: Nicht alles ist Sperrmüll

OPR-Abfallberaterin Anne Neumann gibt in ihrer Kolumne "Geschichten aus der Tonne" jede Menge Tipps rund um die richtige Mülltrennung und Abfallentsorgung. In dieser Folge der Kolumne geht es um den abgestellten Sperrmüll am Straßenrand. Und Anne Neumann räumt mit einigen Missverständnissen in diesem Zusammenhang auf.

Anne Neumann: 

Was ist eigentlich Sperrmüll? Wenn ich mir die Haufen an den Straßen anschaue, dann könnte man meinen, dass es sich bei der Sperrmüllanmeldung um einen Freifahrtschein handelt und man einfach alles, was man nicht mehr haben möchte, an den Straßenrand stellen darf. Oftmals findet sich dort ein wildes Sammelsurium aus Möbeln und Gegenständen. Manch einer stellt dort auch gute Sachen dazu, in der Hoffnung, dass sich jemand dort noch etwas mitnimmt.

Für was ist der Sperrmüll eigentlich gedacht? Wie das Wort schon sagt, handelt es sich beim Sperrmüll um Abfälle, welche zu sperrig sind, um diese über den Restabfallbehälter zu entsorgen. In der Regel handelt es sich dabei um Möbelstücke. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass alle Gegenstände, welche in den Restabfallbehälter passen, auch über diesen zu entsorgen sind. Weder altes Geschirr noch Malervlies, weder alte Bücher noch Kuscheltiere, weder Puzzle noch Säcke mit unsortierten Abfällen sind über den Sperrmüll zu entsorgen. Bei Unsicherheiten über den richtigen Entsorgungsweg besteht die Möglichkeit, im Abfall-ABC des Landkreises OPR nachzuschlagen. Wenn Sie aufgrund eines Umzuges einen ganzen Haushalt auflösen, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig als frühzeitig mit dem Aussortieren zu beginnen, sich einen Zusatzsack für Restabfall zu kaufen oder den Weg zur Abfallannahmestelle auf sich zu nehmen.

Zusätzlich zum eigentlichen Sperrmüll werden über diese Sammlung auch Schrott, große Elektrogeräte und Alttextilien eingesammelt. Die Textilien sind in Säcken wasserdicht verpackt bereitzustellen, da sie sich sonst nicht mehr für die Verwertung eignen.

Wichtig beim Thema Sperrmüll ist die rechtzeitige Antragsstellung! Es kann in Spitzenzeiten auch mal bis zu sechs Wochen dauern, bis Sie einen Termin bekommen. Die Antragsstellung erfolgte bisher oftmals mit Hilfe der Bestellkarte für Sperrmüll, wobei Sie für die ausreichende Frankierung Sorge tragen mussten. Mittlerweile ist es günstiger den Antrag online zu stellen, denn so sparen Sie sich Postweg und Porto.

Die Abfallberaterin des Landkreises, Anne Neumann, klärt in ihrer Kolumne auf, welcher Abfall wohin gehört. © LK OPR
Die Abfallberaterin des Landkreises, Anne Neumann, klärt in ihrer Kolumne auf, welcher Abfall wohin gehört. © LK OPR


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